Kostenberechnung zum dritten Mal nach oben korrigiert

So teuer wird die neue AKG-Turnhalle

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Traunstein - Der Baubeginn verzögert sich und die Kosten für die AKG-Turnhalle gehen immer weiter in die Höhe: Der Anteil, den die Stadt finanziell trägt, hat sich inzwischen verdoppelt.

Wie auf der Stadtratssitzung in Traunstein am Donnerstag bekannt wurde, müssen die veranschlagten Kosten für den Bau der neuen Turnhalle am Anette-Kolb-Gymnasium (AKG) nunzum dritten Mal nach oben korrigiert werden. 

- Kostenschätzung April 2014: 7,2 Millionen Euro

- Kostenschätzung Sommer 2015: 9,5 Millionen Euro

- Entwurfsplanung Mai 2016: 10,87 Millionen Euro

- Kostenberechnung Juni 2016: 11,23 Millionen Euro

Anteil der Stadt hat sich verdoppelt

Die Dreifach-Turnhalle am AKG ist ein gemeinsames Projekt von Landkreis und Stadt. Die Förderung vom Freistaat beträgt anderthalb Millionen Euro. Der Landkreis, Träger der Schulen, übernimmt zwei Drittel der Grundkosten für die Schulturnhalle - 4,35 Millionen Euro. Bei der Stadt verbleiben ein Drittel der Turnhallenkosten sowie ihre "Extrawünsche": Eine Ausziehtribüne für bis zu 500 Personen und eigene Trainingsräume für die Ringer und Judoka des TVT

Durch die allgemein gestiegenen Kosten, die Tribüne und die Ringerräume erhöhten sich die Kosten für die Stadt also von ursprünglich geschätzten 2,7 auf nun 5,38 Millionen Euro. "Nutznießer der Halle ist trotzdem vor allem die Stadt und der Turnverein", meinte Traudl Wiesholler-Niederlöhner und hatte damit den Stadtrat auf ihrer Seite: Alle stimmten für die erhöhten Kosten. Die Extraräume für den Turnverein wurden nötig, weil deren momentane Heimstätte, die Franz-Eyrich-Halle, früher oder später dem Salinenpark geopfert wird.

Auch Tiefbau macht Halle teurer

Die höheren Kosten liegen aber nicht nur an der zusätzlichen Tribüne und den separaten Ringerräumen, sondern haben auch bauliche Gründe: Wegen des engen Umfelds an der Gabelsbergerstraße muss bis zu sieben Metern in die Tiefe gegangen werden, außerdem wird ein aufwändiger Verbau zum Nachbargrundstück notwendig und wegen des Ausmaßes der Halle werden größere Brandschutzmaßnahmen notwendig. In die aktuellste Zahl der 11,23 Millionen Euro floss nun auch der Abriss des früher bestehenden Gebäudes und die Baugrunduntersuchung mit ein.

Auch Details aus dem Nutzungsvertrag zwischen Landkreis und Stadt wurden nun bekannt: Als "Gegenleistung für die Mitfinanzierung" bekommt die Stadt ein Nutzungsrecht für die Dauer von 30 Jahren: "Wenn die Halle am Wochenende nicht vom TVT genutzt wird, kann sie natürlich auch für andere Veranstaltungen genutzt werden", so Oberbürgermeister Kegel, der von einem "Vorzeigeprojekt" spricht.

Zeitplan und Stellplätze

Noch immer ist das Gelände neben dem Anette-Kolb-Gymnasium eine Brachfläche: Anfang 2016 hätte eigentlich mit dem Bau begonnen werden sollen, nun ist von einem Beginn im Herbst die Rede. Die Fertigstellung der Halle ist für das Schujahr 2018/19 geplant. Inzwischen ist auch die Parkplatzfrage geklärt: Insgesamt 83 Stellplätze müssen für die Turnhalle ausgewiesen werden. 44 bleiben auf dem Gelände der Turnhalle, 39 kommen an die Güterhallenstraße gegenüber der BayWa.

xe

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