Südportal des Ettendorfer Tunnels

Kreisel am Südportal: Fehlt die Markierung?

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Traunstein - Über Pinweis fordert ein User, die Markierung im Kreisverkehr am Südportal des Ettendorfer Tunnels nachzuziehen. Dies ist aus einem simplen Grund nicht nötig:

Über Jahre stiftete der Kreisverkehr am Südportal des Ettendorfer Tunnels für Verwirrung. Vor allem die aufgrund der Zweispurigkeit im Kreisverkehr waren einige Autofahrer unsicher. Wann man die innere und wann die äußere Spur benutzen sollte, wurde deshalb sogar in einem Tutorial-Video erklärt. Nach und nach ist jedoch die Leitlinie, die die beiden Spuren kenntlich macht, verblasst. Über Pinweis hat deshalb ein User darum gebeten, dass die Markierung nachgezogen werde, weil dies sonst ständig zu Missverständnissen führe und Fahrer der äußeren Spur die innere kreuzten.

Wir haben bei der Stadt Traunstein nachgefragt und eine für manche Autofahrer überraschende Antwort erhalten: Die Markierung wird nicht mehr nachgezogen, weil es gar keine zwei Fahrspuren mehr gibt. "Beobachtungen der Verkehrsbehörde, der Polizei und des Straßenbauamtes ergaben, dass sich eine Mehrheit der Verkehrsteilnehmer besser ohne die Aufteilung in zwei Fahrstreifen orientieren kann", heißt es seitens der Stadt. "Die ohne Markierung relativ breite Kreisfahrbahn ermöglicht es den Verkehrsteilnehmern, mit Fahrzeugen aller erdenklichen Größenordnungen, ihre 'Ideallinie' zu fahren." Zwei Fahrstreifen gehören damit also der Vergangenheit an. "Aus Sicht der Fachdienststellen wird damit die Sicherheit erhöht", so die Erläuterung der Stadt weiter. Auch die Auswertung der Unfallzahlen bestätigten dies.

Auch wenn die Autos zweispurig auf den Kreisel zufahren, muss der Kreisverkehr selbst nicht zweispurig sein. Ab 40 Metern Außendurchmesser - dies gilt für den Kreisel am Südportal - sei eine zweistreifige Markierung möglich, erst ab 50 Metern Außendurchmesser werde sie empfohlen, so die Auskunft der Stadt Traunstein.

Die Antwort der Stadt Traunstein im Wortlaut:

Mit der Verkehrsfreigabe der Nordumfahrung im Dezember 2012 begann auch der Erprobungszeitraum für den Kreisverkehrsplatz am Südportal des Ettendorfer Tunnels.

Zur Art der Markierung des Kreisverkehrsplatzes gab es unter den Fachdienststellen damals kein einheitliches Meinungsbild. Daher entschied man sich zuerst, die Kreisfahrbahn mit einer Leitlinie zu markieren. Dadurch entstanden zwei Fahrspuren. Die Ausführung der Markierung in Farbe führte zwangsläufig dazu, dass diese nach einem gewissen Zeitraum nicht mehr als solche erkennbar ist.

Beobachtungen der Verkehrsbehörde, der Polizei und des Straßenbauamtes ergaben, dass sich eine Mehrheit der Verkehrsteilnehmer besser ohne die Aufteilung in zwei Fahrstreifen orientieren kann. Die ohne Markierung relativ breite Kreisfahrbahn ermöglicht es den Verkehrsteilnehmern, mit Fahrzeugen aller erdenklichen Größenordnungen, ihre „Ideallinie“ zu fahren. Fahrten nebeneinander auf zwei eigenen Fahrstreifen werden dadurch vermieden. Aus Sicht der Fachdienststellen wird damit die Sicherheit erhöht. Dies wird auch nach Auswertung der Unfallzahlen so bestätigt.

Auf eine Markierung von zwei Fahrstreifen wird daher auch künftig verzichtet.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die jetzige Markierung die Regellösung darstellt. Eine zweistreifige Markierung der Kreisfahrbahn ist ab 40 Metern Außendurchmesser (wie hier) möglich, wird aber erst ab 50 Metern Außendurchmesser empfohlen. Dies gilt unabhängig, ob die Zufahrt ein- oder zweistreifig ist.

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Rubriklistenbild: © dpa/re/Montage

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