Lärmmessungen könnten über Zukunft entscheiden

Jetzt heißt's: Besonders leise sein vorm "Kafka"

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Traunstein - Nun beginnt die heiße Phase für das "Kafka": Die nächsten vier Wochen werden wohl über die Zukunft des Clubs entscheiden. Dann trifft die Verwaltung eine Entscheidung.

Gestern lief die Frist ab: Das Kafka musste seinen Antrag auf Nutzungsänderung bis Dienstag dahin einreichen - nicht mehr Schank- und Speisestätte, sondern Vergnügungsstätte. Dem sind die Betreiber der "Monta Music GmbH" soweit nachgekommen, doch nun beginnt die heiße Phase für den Club.

Wie laut ist es vor einer "Vergnügungsstätte"?

Das "Kafka" steht in einem sogenannten Mischgebiet, nicht in einem Wohngebiet. Aber jeder der zur Tür hinausgeht sieht: Direkt daneben wird auch gewohnt. Um einer Klage vor Gericht, beispielsweise von Nachbarn, standhalten zu können braucht der Club deshalb diese neue, "aktualisierte" Genehmigung. Ob die Stadtverwaltung diese erteilen wird, hängt auch davon ab, welcher Lärmpegel nachts vor dem Club herrscht: "Die Stadt hat eine emissionsrechtliche Beurteilung in Auftrag gegeben", so Traunsteins Sprecherin Eva Schneider.

Bis zur entscheidenden Bauausschusssitzung am 14. April werden also unter anderem Lärmgutachten eingeholt, die dort dann vorgelegt und diskutiert werden - und darüber mitentscheiden, ob die Disco schließen muss oder nicht. "Aber es gibt auch bereits angenommene Werte wie laut es vor einer Vergnügungsstätte so werden kann", meint Berhard Glaßl, zuständig für Baurecht, im Gespräch mit chiemgau24.de.

Entscheidung am 14. April

Auch diese angenommenen Erfahrungswerte spielen für die planungsrechtliche Einschätzung eine Rolle, denn Lärmmessungen vor dem "Kafka" allein wären nicht ausreichend: Wie sich der Lärm verbreitet hängt schließlich auch von der Witterung ab - Schnee schluckt beispielsweise eine gewisse Lautstärke.

Auch wenn die Herzog-Wilhelm-Straße kein reines Wohngebiet ist: Vergnügungsstätten, wie das "Kafka" nun eine werden will, dürfen nur ausnahmsweise in Mischgebieten mit Wohnbebauung ansiedeln. Deshalb muss die Entscheidung der Stadt Mitte April auch gerichtlich wasserdicht sein. Am Donnerstag, den 14. April wird der Bauausschuss abschließend entscheiden - auch wenn man bei der Stadt davon ausgeht, dass danach ohnehin Klage eingereicht wird, entweder von "Monta Music" oder von den Anwohnern.

xe

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