Junge Union Traunstein

"Landesgartenschau ist ein Ideenwettbewerb"

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Traunstein - Am vergangen Freitag lud die Junge Union zum GetTogether ins Café Lenz ein. Dabei wurden die Landesgartenschau 2022 und die damit verbundenen Vorhaben thematisiert.

Unter dem Motto „Politik ist mehr als parteipolitischer Grabenkampf“ lud die Junge Union Traunstein am vergangenen Freitag ins Café Lenz zum GetTogether ein. Thema war die Landesgartenschau 2022 in Traunstein. Zunächst informierten die Junge Union Ortsvorsitzende Isabelle Thaler, Oberbürgermeister Christian Kegel sowie der Leiter des CSU-Arbeitskreises „Landesgartenschau“ Rolf Wassermann über die wesentlichen Vorhaben der Landesgartenschau (LaGa) und den aktuellen Stand der Durchführung.

Im Anschluss hatte das überwiegend junge Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen und in gemütlicher Atmosphäre in einen offenen und parteiübergreifenden Dialog zu treten. Zentrale Themen waren dabei die Verlegung des Festplatzes, die geplante Tiefgarage unter dem Karl-Theodor-Platz, der Ausschreibungswettbewerb und die Finanzierung der Großprojekte.

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte immer wieder den städtebaulichen Nutzen der Landesgartenschau. Dieser könne in der Dimension mit einer kleinen Olympiade verglichen werden. Alle Bürger seien eingeladen, Vorschläge einzubringen: „Möglich ist Alles. Die LaGa ist ein Ideenwettbewerb.“

Kritik gab es an den Ausschreibungswettbewerben und daran, dass es bisher keine über die Bewerbung hinausgehenden Umsetzungsvorstellungen seitens der Stadt gibt. „Auch wenn der Stadtrat immer das letzte Wort hat, gibt die Stadt in den Ausschreibungen zu viel Planungshoheit an Externe ab. Es wäre schön, wenn man durch konkrete eigene Vorstellungen bereits einen Rahmen vorgeben könnte, ohne mit der Ausführungsplanung bei Null zu beginnen.“, gab der JU-Kreisvorsitzende Konrad Baur zu denken.

Das Vorhaben am Karl-Theodor-Platz sorgte zudem für Gesprächsstoff. Einig war man sich jedoch darin, dass es das Ziel dieses Großprojekts sein müsse, die Parkplatzanzahl zu erhöhen und so einen Mehrwert zu schaffen.

Mehrere Zuschauer äußerten Bedenken, ob die Landesgartenschau den erhofften ökonomischen Nutzen bringen kann, und fragten, wie sich die Finanzierung gestaltet: „Sind 850.000 Besucher für Traunstein tatsächlich realistisch?“ „Lässt jeder Besucher – zusätzlich zum Eintritt – wirklich 36 Euro in Traunstein da, nur weil das für andere Städte so errechnet wurde?“ „Werden im Vorfeld Rücklagen im Kernhaushalt der Stadt gebildet?“ „Gibt es eine finanzielle Notbremse, wenn die Investitionskosten explodieren?“

Oberbürgermeister Kegel gab zu, dass es zu einer höheren Verschuldung kommen werde und mit Ausgabenkürzungen in den Folgejahren nach der LaGa zu rechnen sei, aber: „Hier werden ohnehin anstehende Investitionen getätigt. Im Vordergrund muss das stehen, was geht, und nicht das, was nicht geht.“ Der Leiter des CSU-Arbeitskreises „Landesgartenschau“ Rolf Wassermann gab sich pragmatisch: „Dass die LaGa nach Traunstein kommt, ist eine politische Tatsache. Nun müssen wir das Beste daraus machen. Es darf keine Denkverbote geben und man sollte versuchen, möglichst viele Vorschläge aus der Bevölkerung mit einzubringen.“

Pressemitteilung Junge Union Traunstein

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