Neues Konzept und neuer Standort diskutiert

Neustart für den Traunsteiner Christkindlmarkt?

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Der bisherige Favorit: So könnte der Christkindlmarkt ab 2017 angeordnet werden - mit einer geschlossenen Gasse im Süden und einer Kindereisenbahn im Osten des Stadtplatzes.

Traunstein - Ein besseres Konzept soll her und es soll für Jahre Bestand haben. Diskutiert wurde nicht nur über neue Attraktionen am Christkindlmarkt 2017 sondern auch über den Standort.

Fünf Mal tagte eine Arbeitsgruppe, am Dienstag wurden die ersten Ideen dem Planungsausschuss der Stadt Traunstein vorgestellt. "Die Frage ist, wie der Christkindlmarkt noch besser und familienfreundlicher werden kann", so Ordnungsamtsleiter Manfred Bulka. Sieben verschiedene, neue Anordnungsmöglichkeiten der Stände wurden diskutiert, eine kristallisierte sich als Favorit heraus:

Gedrehte Hütten und Kindereisenbahn

Die Hütten für Kunsthandwerk an der Südseite des Stadtplatzes sollen "gedreht" werden, dass eine geschlossene Gasse ensteht - wie bisher auch schon auf der Nordseite. Die Hütten würden dann "mit dem Rücken" zum Kaufhaus Unterforsthuber platziert. Im Ostteil des Stadtplatzes könnte dann erstmals auch eine Kindereisenbahn fahren. Der Christkindlmarkt würde damit insgesamt größer. 

Weitere Vorschläge

- Ein "Eingangsportal" zum Christkindlmarkt mit großem Schriftzug. Kostenpunkt rund 3000 Euro.

- Professionelle Christbaumdekoration.

- Leuchtschmuck an der Kirche St. Oswald. Eine Fassadenbeleuchtung der Läden am Stadtplatz lehnen die Eigentümer dagegen ab.

- Nach außen hin könnte der Christkindlmarkt mit einem Holzzaun abgegrenzt werden.

- 100 statt wie bisher 70 Dekobäume auf dem Markt.

- Mehr regionale Anbieter bei den Essensständen.

- Zentrale Musikbeschallung.

"Die Marke Christkindlmarkt ist doch heutzutage kaputt, muss man sagen. Wir müssen uns also was Größeres leisten und ihn erhalten. Nach außen hin wirkt es nämlich so, als gäbe es in Traunstein immer weniger", so Christian Hümmer, der als Beispiele das Stadtfest und den Faschingszug im kommenden Jahr nannte. 

In der Diskussion der Stadträte wurden weitere Ideen präsentiert. Karl Schulz sprach sich beispielsweise dafür aus, die Öffnungszeiten des Christkindlmarktes zu verschieben: "Vielleicht vom zweiten Advent bis Sylvester oder bis Heilig-Drei-Könige?" Die Fieranten konnten zu diesem Vorschlag allerdings noch nicht befragt werden.

Standortdiskussion neu entfacht

Josef Kaiser nutzte die Gelegenheit um die Diskussion um den Standort des Christkindlmarktes von Neuem zu entfachen: Warum nicht im Stadtpark? Eigentlich entschloss sich der Stadtrat vor einigen Jahren bereits dazu, den Christkindlmarkt auf dem Stadtplatz zu belassen, trotzdem lief Kaisers Idee nicht ganz ins Leere: "Vielleicht könnte man die Kindereisenbahn mit ein paar Ständen ja in den Stadtpark verlegen und eine Verbindung zum Stadtplatz schaffen", so Hümmer. 

Der Standort war schließlich der einzige Punkt, der kontrovers diskutiert wurde. Eine Entscheidung über ein neues Konzept fiel im Planungsausschuss noch nicht, der Stadtrat wird in einer der kommenden Sitzungen darüber entscheiden, wie der Christkindlmarkt 2017 aussehen wird

xe

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