Durchschnittlich vier Einsätze pro Tag:

"Christoph 14": Im Notfall immer zur Stelle

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In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 hob "Christoph14" zu 772 Einsätzen ab. Der in Traunstein stationierte Helikopter zählt bundesweit zu den Rettungshubschraubern mit der höchsten Auslastung.

Traunstein - Der orangene Rettungshubschrauber "Christoph 14" hebt im Durchschnitt rund vier Mal pro Tag zu Einsätzen ab. Dabei geht es oft um Leben und Tod:

Ein betriebsames erstes Halbjahr 2015 hat die Besatzung von „Christoph 14“ hinter sich. 772 Mal hoben ihre Mitglieder mit dem orangen Rettungshubschrauber vom Dach des Klinikums Traunstein ab, um in Not geratenen Menschen zu helfen. Das bedeutet einen Schnitt von mehr als vier Einsätzen pro Tag für den im Luftrettungszentrum des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) stationierten Helikopter.

Von den 772 Einsätzen waren 710 Primäreinsätze, das heißt Einsätze in Folge einer sofortigen Alarmierung wegen eines Verkehrsunfalls, eines Bergeinsatzes, einer Wasserrettung oder einer akuten Erkrankung wie etwa eines Herzinfarkts. Zudem wurden 20 Sekundäreinsätze absolviert. Einer solcher wird beispielsweise bei einer dringenden Verlegung eines Patienten von Krankenhaus zu Krankenhaus nötig. Der Rettungstau kam bei 24 Primäreinsätzen in unwegsamem Gelände (Gebirge, Waldgebiete) zum Einsatz.

Am häufigsten startete der Rettungshubschrauber im Mai (165 Einsätze) und Juni (168), im Januar (93) und Februar (97) war es hingegen etwas ruhiger. Die vermehrten Einsätze in den Sommermonaten führt Robert Portenkirchner, Leitender Luftrettungsassistent im Traunsteiner BRK- Luftrettungszentrum, zum einen auf die längere Einsatzmöglichkeit an Sommertagen (circa 7 bis 22 Uhr) und zum anderen auf Faktoren wie die vielfältigen und teils risikoreichen Freizeitaktivitäten der Bevölkerung oder die hohen Urlauberzahlen in diesen Monaten zurück.

Sehr hohe Auslastung von "Christoph 14"

Insgesamt stößt „Christoph 14“ bezüglich der Einsatzzahlen langsam an seine Grenzen. „Es gibt in Deutschland über 70 Hubschrauberrettungsstationen, davon sind wir eine mit der höchsten Auslastung. Eine weitere Steigerung der Einsatzzahlen ist kaum noch möglich, da wir im Vergleich zu Rettungsstationen im städtischen Raum oft sehr lange Einsätze fliegen müssen“, berichtete Portenkirchner.

Bewährtes Gemeinschaftsprojekt

Der Rettungshubschrauber in Traunstein ist ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt: Das Luftrettungszentrum wird vom BRK-Landesverband betrieben; den Hubschrauber vom Typ EC135T2i stellt das Bundesinnenministerium über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Verfügung. Beamte der Bundespolizei-Fliegergruppe kommen als Piloten zum Einsatz. Die Luftrettungsassistenten werden vom BRK-Kreisverband Traunstein, die Notärzte vom Klinikum Traunstein gestellt.

Die Aufgaben von „Christoph 14“ und seiner Besatzung erstrecken sich von Rettungsdienst, Bergrettung, Eis- und Wasserrettung über Unterstützung im Zivil- und Katastrophenschutz bis hin zur Personensuche nach Lawinenabgängen.

Die letzten Einsätze von "Christoph 14"

Übersee: Christoph 14 musste am Boden bleiben

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Christoph 14 kommt zu spät: Wanderer ist verstorben

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Pressemeldung BRK Kreisverband Traunstein

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