Verdacht der Untreue nach Immobilien-Deals

Haidforst: Staatsanwaltschaft beendet Ermittlungen

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Eines der beiden Häuser um die es ging: Ein Mietshaus an der Schützenstraße.

Traunstein - Es hatte den Anschein von Spezlwirtschaft und dubiosen Deals: Wegen Untreue geriet die Wohnbaugenossenschaft Haidforst ins Visier der Justiz - zu Unrecht, wie sich nun herausstellt.

Es war im Herbst 2014 als zwei Häuser, an der Zirnberger- und der Schützenstraße in Traunstein, den Besitzer wechselten: Die Wohnbaugenossenschaft verkaufte die sanierungsbedürftigen Gebäude an den Bruder eines Rathaus-Mitarbeiters, der von den Verkaufsabsichten erfuhr. Öffentlich ausgeschrieben wurden die Objekte aber nicht. Für rund 550.000 Euro wurden die Häuser verkauft - es stand der Verdacht der Untreue gegen die Wohnbaugenossenschaft Haidforst im Raum.

"Die Ermittlungen wurden jetzt eingestellt", heißt es nun von der Staatsanwaltschaft. Ein Gutachter der Staatsanwaltschaft konnte belegen, dass die Häuser in der Unteren Stadt nicht unter Wert verkauft wurden. Ins Rollen kamen die Ermittlungen, nachdem ein anonymes Schreiben an die Stadt ging, in der über die vermeintlich dubiosen Umstände der Immobilienverkäufe detailliert berichtet wurde. Die Stadt erstattete daraufhin auch Anzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung: Die Kripo ermittelte und durchsuchte im Januar 2015 mehrere Traunsteiner Immobilienbüros - ohne Ergebnis.

"Der anonyme Anzeiger hat durch ein erstaunliches Maß an negativer Energie nicht nur dem Ansehen einer dem Allgemeinwohl dienenden Wohnungsbaugenossenschaft erheblichen und kaum wiedergutzumachenden Schaden zugefügt", heißt es von Seiten des Käufers. In beiden Häusern wurden zwischenzeitlich Zentralheizungen eingebaut und einige leere Wohnungen saniert und neu vermietet. In der Schützenstraße wurde auch ein Aufzug installiert.

xe

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