Wie geht's weiter mit dem Bahnhofsareal-West?

Aus der Traum vom "Alphouse" in Traunstein

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Rund 20.000 Quadratmeter misst die brachliegende Fläche westlich der Bahngleise.

Traunstein - Als "Filetstück" wird das brachliegende Gelände westlich des Bahnhofs gerne bezeichnet. Doch zumindest die Pläne, dort ein Bildungszentrum für Alpines Bauen zu errichten, sind nun gestorben.

Schon viele Jahre wird geplant. Es gab Machbarkeitsstudien, Investorengespräche und Forschungen von Universitäten - seit der Stadtratssitzung am Donnerstag steht nun fest: Ein "Alphouse" wird auf der Brachfläche westlich des Bahnhofs nicht entstehen. Zusammen mit der Handwerkskammer wurde angedacht, dort ein Bildungszentrum für Alpines Bauen inklusive Werkstätten zu errichten. 

Drei interessierte Investoren gab es

Drei interessierte Investoren hatte die Stadt an der Hand: Zwei davon sprangen aber ab, weil sie einen öffentlichen Träger haben wollten - dafür wäre nur die Stadt in Frage gekommen. Der dritte Investor schlug für die Realisierung des "Alphouses" ein Genossenschaftsmodell vor. "Uns muss klar werden: Wollen wir das Projekt Bahnhofsareal-West mit oder ohne dem Alphouse weiterverfolgen?" stellte Oberbürgermeister Kegel die Stadträte vor die Wahl. Einstimmig sprach man sich schließlich dagegen aus.

"Leider wird das nichts, weil wir mit den Investoren nicht regeln konnten, was wir uns vorstellten", so Traudl Wiesholler-Niederlöhner. Nach der Idee der Handwerkskammer sollte in dem Zentrum vor allem am energieeffizienten Sanieren von alpinen Altbauten getüftelt werden. Sie selbst wollte sich finanziell jedoch nicht beteiligen. Doch auch nach den Vorstellungen von Investor 3 wäre das Projekt auf wackeligen Beinen gestanden: Bis zu zwei Jahre hätte es dauern können, bis man über das Genossenschaftsmodell die Gelder beisammen hätte.

Wie geht es weiter mit dem Gelände?

Beim Areal westlich des Bahnhofs geht es um eine Fläche von insgesamt rund 20.000 Quadratmetern. Ein Teilgrundstück hat die Stadt bereits von der Bahn gekauft - die anderen Flächen gehören weiterhin der Bundesbahn und Privatleuten. "Jetzt sind wir wieder bei Null, die Planungen beginnen von Neuem", so Christian Hümmer. Auch die Ergebnisse des Stadtentwicklungskonzepts ISEK sollen in die weiteren Planungen einfließen.

Die privaten Eigentümer der Fläche könnten sich in erster Linie eine Nutzung vorstellen, die um die Begriffe Wohnen, Parken und Gewerbe kreist. Mit ihnen sollen nun erneut Gespräche aufgenommen werden. Die nächsten Schritte zur Zukunft des Bahnhofsareals-West will der Stadtrat nach der Sommerpause beraten. "Bevor wir ein Konzept entwickeln müssen wir noch gewaltige Vorarbeit leisten", so Stadtrat Graf.

xe

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