24 Kompanien aus Inn-Chiemgau, Salzburger Land und Tirol!

1500 Teilnehmer feierten das 30. Wiedergründungsfest

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Traunstein - Mit den Festtagen vom 9. bis 11. September feierte die Gebirgsschützenkompanie Traunstein das 30. Jubiläum ihrer Wiedergründung. Höhepunkt war das Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau am Sonntag.

Beim großen Bataillonsfest Inn-Chiemgau trafen am Sonntag die Kompanien und Vereine auf dem Festplatz an der Siegsdorfer Straße ein. Um 9 Uhr erfolgte die Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst fand um 10 Uhr auf dem Stadtplatz statt. Anschließend stellten sich die Schützenkompanien mit ihren Fahnen, Standarten und Monturen zum farbenprächtigen Umzug durch die Traunsteiner Innenstadt auf. 

Es waren insgesamt 24 Kompanien; 16 Kompanien des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau sowie aus dem Salzburger Land, Tirol und Südtirol. Außerdem marschierten Ortsvereine mit. Musikalisch wurde der Festzug von acht Musikkapellen und einigen Festkutschen begleitet. Etwa 1500 Teilnehmern hatten sich Angemeldet um an diesem großen Bataillonsfest teilzunehmen. Der Festzug führte vom Stadtplatz über die Bahnhofstraße, Pinerolostraße, Ludwig-Thoma-Straße, Salinenstraße und Bürgerwaldstraße zurück zum Festzelt.

Gebirgsschützen feierten das 30. Wiedergründungsfest (Teil 1)

Am 10. Januar 1986 erfolgte die Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie Traunstein. Die neu gewählte Hauptmannschaft bildeten Georg Schießl (Hauptmann), Karl Weilharter senior (Oberleutnant), Helmut Henn (Leutnant und Kompanieschreiber) sowie Walter Dandl (Leutnant und Zahlmeister). Schießl meldete Landeshauptmann Andreas Stadler und Gauhauptmann Anton Greimel den Eintritt der Gebirgsschützenkompanie Traunstein als 39. Kompanie in den Bund der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und als 14. Kompanie in das Bataillon Inn-Chiemgau. 

Nachdem ihr ursprünglicher Zweck, die Landesverteidigung, weggefallen ist, sehen die Gebirgsschützen heute ihre Aufgabe darin, die alpenländische Sitte und das wehrhafte Brauchtum der Ahnen zu erhalten. Ihre Ideale sind dabei die Treue zum angestammten christlichen Glauben, zur bayerischen Heimat und zum deutschen Vaterland sowie zur Kameradschaft und zum Schützenbrauch.

Traunsteiner Gebirgsschützen feierten das 30. Wiedergründungsfest (Teil 2)

1439 wird die Heimatverteidigung des Chiemgaus durch Schützen erstmals erwähnt. Die Gebirgsschützenkompanie Traunstein führt den Anfang ihrer Tradition auf das Jahr 1471 zurück, als Herzog Ludwig der Reiche vom Teilherzogtum Bayern-Landshut die Stadt Traunstein aufforderte, etwa 150 Mann unter Waffen zu stellen und eine Selbstschutzorganisation zur Heimatverteidigung zu stellen. Nach dem Krieg gegen die Preußen 1866 wurden die Gebirgsschützenkompanien endgültig aufgelöst und gerieten in Vergessenheit. Erst nach 1950 erinnerte man sich wieder dieser Tradition und es lebten die ersten Kompanien wieder auf.

Mit der Wiedergründung und der Fahnenweihe war der Grundstein für das 30 Jahre erfolgreiche Wirken der Traunsteiner Gebirgsschützenkompanie, das Einstehen für Brauchtum und Tradition sowie das Bekenntnis zum christlichen Glauben gelegt.

Karpf

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