Aus dem Traunsteiner Stadtrat

Klosterkirchen-Umbau wird teurer als gedacht

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Traunstein - Die Planungen gehen weiter, doch die kalkulierten Kosten für die Sanierung der Klosterkirche müssen höher angesetzt werden. Die Gräben im Stadtrat werden deshalb eher tiefer.

Die Entwurfsplanung für den Umbau der Klosterkirche ist jetzt abgeschlossen, nun geht es langsam an die Vergaben: Doch bevor es in der Traunsteiner Stadtratssitzung am Donnerstag in die Details gehen konnte, verkündete Oberbürgermeister Christian Kegel, dass die Kosten neu kalkuliert werden müssen. Im Vergleich zur ersten Schätzung kommt man auf ein Plus von etwa 7,5 Prozent, was 560.000 Euro entspricht. Aus dem 7-Millionen-Projekt Klosterkirche wird nun also ein 7,5-Millionen-Projekt. Der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf etwa die Hälfte.

Woher kommen die Kostenverschiebungen? In erster Linie wurden neue Schäden am Dach festgestellt, durch das Wasser in das Mauer und Dachtragwerk eintritt. Ein guter Teil geht aber auch auf die Erhöhung der Honorarordnung, durch die die Ingenieur- und Planungsbüros nun besser bezahlt werden müssen. "Wir dürfen uns nicht wundern, wenn uns die Kosten überrollen, wenn wir kein richtiges Konzept haben", bemängelte Wilfried Schott. Auch Stefan Namberger befürchtet, dass die Kosten um weitere zwei Millionen Euro steigen könnte - doch die beiden waren in der Minderheit.

Auch Einsparpotenziale wurden gefunden

"Dieses Kleinod ist es wert, on-top gesetzt zu werden - vor allem wenn man bedenkt, was das mal für eine Graffelgrube war", war dagegen Burgi Mörtl-Körner der Meinung. Auch von einem "Alleinstellungsmerkmal" (Robert Sattler) oder einem "Schmuckstück" (Ursula Lay) war wiederholt die Rede, das die Attraktivität der Ludwigstraße steigern könne.

Die regelmäßige, eigens eingerichtete Arbeitsgruppe der Stadt zur Klosterkirchen-Sanierung fand aber ebenso auch Einsparpotenziale: Im Schulhof solle auf den Rückbau des Belichtungsgrabens verzichtet werden, die Stoffbahnen in der Kirche sollten weiterhin per Hand aufgehängt werden. Auch die Galerie soll in der Klosterkirche behalten werden. Ob die Renovierung der Kirche im Zentrum Traunsteins eine "unendliche Geschichte" bleibt, wie es Traudl Wiesholler-Niederlöhner bezeichnete? Mit 17:7 Stimmen sprach sich der Stadtrat dann doch relativ deutlich aus, die Planungen fortzusetzen.

xe

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