Urteil am Traunsteiner Landgericht gefallen

Luxusschleuser muss hinter Gitter

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Traunstein - Über ein dutzend Mal hat der 35-jährige Syrer Menschen illegal zur die Einreise nach Europa verholfen. Am Dienstag wurde er dafür vor dem Landgericht Traunstein verurteilt.

Laut Anklage soll der 35-Jährige Syrern in 18 Fällen illegal die Einreise nach Europa ermöglicht haben. Am Ende blieben jetzt noch 14 Fälle übrig, für die er zu einer Haftstrafe von vier Jahren ohne Bewährung verurteilt wurde. Zum teil habe es sich dabei um Luxusschleusungen mit dem Flugzeug gehandelt, so der vorsitzende Richter Erich Fuchs in seiner Urteilsbegründung. "Aber auch über das Meer und den Landweg hat er Personen eingeschleust. Pro Person hat er dafür bis zu 9000 Euro verlangt."

Für die Strafbarkei sei es dabei auch nicht von Belang, ob er jedes Mal Gewinn gemacht habe. "Er hat Gewinnerzielend gehandelt, hat wiederholt Schleusungen durchgeführt und mehrere Personen über die Grenze gebracht. Für sich alleine genommen ist jeder dieser Punkte strafbar." Zudem sei er Teil einer "bandenmäßigen Organisation" gewesen. Innerhalb dieser Bande habe er eine "herausragende Stellung" eingenommen. Für ihn spreche allerdings, dass er sich geständig gezeigt habe. "Sonst wäre eine umfangreiche und langwierige Hauptverhandlung nötig gewesen." Deshalb sei man mit der Strafzumessung auch unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten sechs Jahren geblieben.

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