Wasserburger vor Schwurgericht Traunstein

"Christus" will "Judas" töten – Prozess!

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Traunstein/Wasserburg - Schuldunfähig oder nicht? Das war die Frage, die sich stellte, als sich ein 31-Jähriger vor dem Schwurgericht verantworten musste, der einen anderen Mann brutal von hinten attackiert hatte.

Ein 31-jähriger Insasse des Bezirksklinikums Gabersee musste sich nun vor dem Schwurgericht in Traunstein verantworten, weil er im November 2014 einen Mitinsassen brutal von hinten angegriffen und mit Faustschlägen und Tritten gegen den Kopf massiv traktiert haben soll. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt am Mittwoch. Weil der geschädigte 50-Jährige durch die Tat erhebliche Kopfverletzungen erlitt und laut Gutachter "abstrakte Lebensgefahr" bestand, lautete die Anklage auf versuchter Totschlag.

Der Angeklagte legte laut der Zeitung ein volles Geständnis ab und erklärte seinen Tötungswillen: Er sei "Christus" gewesen, das Opfer "Judas". Außerdem soll er laut OVB gesagt haben: "Wenn ich ihn nicht umbringe, wird der Drecksack mich töten!"

Ein weiterer Gutachter attestierte dem Angeklagten eine schizophrene Erkrankung mit Wahnsymptomatik. Deswegen gelte der 31-Jährige weiter als sehr gefährlich. Das Gericht entschied letztlich darauf, dass der Täter schuldunfähig sei und deswegen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Die Verteidigung denkt laut OVB über eine Revision nach.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Rubriklistenbild: © dpa

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