Umsetzung noch heuer geplant

WLAN: Hier könnten bald Traunsteins Hotspots stehen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Stadtrat und Wirtschaftsreferent Christian Hümmer.

Traunstein - "Wir müssen nur noch zugreifen", so Wirtschaftsreferent Christian Hümmer: Die Stadt soll sich an die WLAN-Initiative des Freistaats dranhängen - die Umsetzung wäre einfach, die Kosten gering.

Die Achse vom Traunsteiner Bahnhof bis zum Stadtplatz mit freiem WLAN abzudecken, die Idee hat sich Christian Hümmer in den Kopf gesetzt: Der Stadtrat und Wirtschaftsreferent tüftelt derzeit an seinem "TraunsteinWLAN". Und weil der Freistaat Anschubhilfe leistet, wäre der erste Schritt eigentlich schnell getan: "Wir müssen nur noch zugreifen", so Hümmer.

Die ersten Hotspots bezahlt der Freistaat

Ab dem heutigen Freitag können Kommunen die Förderanträge beim Freistaat abgeben: München übernimmt dann die Kosten für die Ersteinrichtung von zwei Hotspots, etwa 5000 Euro. Es müsse zwar auch noch ein Stadtratsbeschluss her, aber bis zum Jahresende rechnet Christian Hümmer fix mit den ersten beiden Hotspots in der Großen Kreisstadt: Einer am Bahnhofsvorplatz, der andere am Stadtplatz. Jeweils ein Hotspot müsste reichen, um das Areal jeweils ganz abzudecken.

Die Kosten für die Stadt werden kaum ins Gewicht fallen: 55 Euro pro Monat pro Hotspot fallen an Betriebskosten an. Doch der Wirtschaftsreferent denkt bereits an weitere Hotspots für Traunstein, die Einrichtung würde jeweils bis zu 2500 Euro kosten. Die Achse vom Bahnhof bis zum Stadtplatz könnte man komplett mit der freien Internetverbindung abdecken, auch das Schwimmbad oder der Karl-Theodor-Platz könnten wohl gute Standorte sein.

Einmal einloggen, überall drin

Das Praktische für die Nutzer: Sobald man sich, wo auch immer, einmal in das Netz der BayernWLAN-Hotspots eingeloggt hat, bekommt man automatisch Empfang, wenn man sich im Bereich des nächsten Senders aufhält. Pilotprojekte laufen bereits in Berchtesgaden, Freilassing, auf Herrenchiemsee und in zehn Buslinien des Landkreises Traunstein

Auch Geschäfte können mitmachen

Hümmer zählt langfristig auch auf die Traunsteiner Geschäftsleute: "Mit Zustimmung der Eigentümer können in den Läden weitere Hotspots eingerichtet werden. So können wir 'weiße Flecken' verhindern." In den Geschäften wäre es ein zusätzlicher WLAN-Sender, würde also bestehende Zugänge nicht im Datenverbrauch belasten. Auch die Haftung müsste der Geschäftsinhaber nicht tragen.

Apropos Haftung: Lange wurde beim Traunsteiner Stadtmarketing überlegt, sich an die Freifunk-Initiative anzuschließen, ließ Ende vergangenen Jahres aber dann doch die Finger davon. Trotz der gekippten Störerhaftung sei die Gesetzeslage noch immer etwas unklar: "Abmahnungskanzleien interessieren sich noch nicht dafür", so Hümmer. Bei der BayernWLAN-Initiative seien aber alle Anbieter auf der sicheren Seite: Der Provider, mit dem dort zusammengearbeitet wird, hat eine Haftungsfreistellung. Ende des Jahres könnten die ersten beiden Hotspots in Traunstein an den Start gehen.

xe

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser