Um kurz nach 9 Uhr startete der Prozess am Dienstagmorgen. Gleich nach der Verlesung der Anklageschrift wurde die Verhandlung durch ein Rechtsgespräch unterbrochen, welches aber keine Einigung ergab.
Zum Motiv erklärte der Angeklagte, er hätte das Geld benötigt, um sich Drogen zu beschaffen. Seit einigen Jahren sei er heroinabhängig. "Ich hatte Angst, dass die Entzugserscheinungen kommen. Darum habe ich mich zu dem Überfall entschieden."
Unklarheit herrschte am ersten Verhandlungstag über die Rolle des zweiten Angeklagten. Der 39-Jährige wartete wohl im Auto auf den 32-Jährigen und fuhr ihn anschließend nach Salzburg. Vor Gericht gab der Hauptangeklagte an, der Fahrer hätte von dem Überfall im Vorfeld nichts gewusst. Er habe ihm gesagt, er würde ein Auto kaufen wollen. Ein abgehörtes Telefonat zwischen dem 32-Jährigen und seiner Verlobten gab dem Gericht aber andere Anhaltspunkte. Hier wurde der Fahrer des Autos schwer belastet, von der Tat gewusst und auch Ratschläge zur Durchführung gegeben zu haben.
Die ersten Zeugen werden am Dienstagnachmittag angehört. Einige Fragen werden noch zu klären sein. Der Prozess soll dann am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden.
red ch24


© tjRechtsanwalt Axel Kampf ist der Verteidiger des Angeklagten.














