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 Traunstein: Amtsleiterwechsel am Wasserwirtschaftsamt

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    • 18.01.13
    • Stadt Traunstein
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Wechsel an der Spitze

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Traunstein - Mehr als zwölf Jahre lang leitete Günter Hopf das Wasserwirtschaftsamt. Nun ist er verabschiedet und sein Nachfolger offiziell ins Amt eingeführt worden.

© Wasserwirtschaftsamt Traunstein

von links: Ministerialdirigent Prof. Dr.-Ing. Martin Grambow vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Ltd. Baudirektor Günter Hopf, Ltd. Baudirektor Walter Raith, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Über 12 Jahre leitete Günter Hopf die Geschicke am Wasserwirtschaftsamt Traunstein und war damit „dienstältester“ Wasseramtschef in Oberbayern. Regierungspräsident Christoph Hillenbrand dankte Günter Hopf für sein unermüdliches Engagement. Während seiner Amtszeit flossen rund 87 Millionen Euro in staatliche Hochwasserschutzmaßnahmen. Zuletzt war Hopf für die vom Freistaat Bayern für rund 6,2 Millionen Euro erstellte Baumaßnahme „Traunstein Süd“ verantwortlich.

Dabei ist es gelungen, umfangreiche wasserbauliche Eingriffe für den Hochwasserschutz, wie den Abriss eines kompletten Wehrbauwerks harmonisch mit Städtebau, Landschaftsbild und Natur sowie Wasserkraftnutzung zu verbinden. Für seine neue Aufgabe als Leiter der Abteilung für „Wasserbau, Hochwasserschutz und Gewässerschutz“ beim Landesamt für Umwelt wünscht Regierungspräsident Hillenbrand Günter Hopf alles Gute und viel Erfolg.

Der Nachfolger kommt aus Weiden

Als Nachfolger führte er Walter Raith offiziell ins Amt ein. Raith war nach längerer Tätigkeit im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit zuletzt Amtsleiter des Wasserwirtschaftsamts Weiden und führt das Amt in Traunstein bereits seit Mitte November 2012.

Die Überwachung von Anlagen, die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und der Bodenschutz sind unverzichtbar für den Schutz des Grundwassers sowie der Bäche, Flüsse und Seen vor Verunreinigungen. Diese Tätigkeiten eines Wasserwirtschaftsamtes tragen entscheidend zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen bei. Die Umsetzung von Gewässerentwicklungskonzepten, wie z. B. am Waginger See und an zahlreichen Fließgewässern verbessert die Lebensraumqualität der Gewässer. Der Vollzug der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, der hohe Anforderungen an die Wasserwirtschaftsämter stellt, dient ebenfalls diesem Ziel.

Weitere Informationen über das Wasserwirtschaftsamt im Internet abrufbar unter www.wwa-ts.bayern.de

Pressemeldung Regierung von Oberbayern

Rede von Walter Raith

"Wasser ist ein Element, das mich schon sehr lange Zeit fasziniert. Das begann schon vor ca. 40 Jahren, als ich einen großen Teil meiner Freizeit in der Natur und am Wasser verbrachte. Natürlich war Wasserwirtschaft damals noch ein Fremdwort für mich. Aber die Faszination, die Wasser in allen Formen hat, seine Einbettung in Natur und Landschaft und die Bedeutung des Wassers für das Leben, haben letztendlich auch den Ausschlag gegeben, dass ich schon vor mehr als 25 Jahren in der Wasserwirtschaftsverwaltung meine berufliche Heimat gefunden habe. Nach interessanten, lehrreichen und herausfordernden Stationen in Niederbayern, München und der Oberpfalz freut es mich sehr, dass ich nun die Leitung des Wasserwirtschaftsamts Traunstein übernehmen kann. Ein Amtsgebiet, das vom Holzland im Landkreis Altötting über das Chemiedreieck und das Chiemgau bis zum Nationalpark Berchtesgadener Land reicht. Oder aus anderem Blickwinkel: Vom intensiv für die Energieerzeugung genutzten Inn bis zu den urgewaltigen Wildbächen, vom beschaulichen Chiemsee als Touristenmagnet bis zur rauschenden Salzach, die sich seit Jahrzehnten bei Hochwasser stark in die Tiefe gräbt.

Sehr geehrter Herr Prof. Grambow, sehr geehrter Herr Regierungspräsident Hillenbrand stellvertretend an Sie für alle, die an der Entscheidung mitgewirkt haben: herzlichen Dank für Ihr Vertrauen, das Sie mir mit der Ernennung als Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein entgegenbringen.

Ich stelle mich dieser Aufgabe gerne. Die ersten zwei Monate im Amt haben mir schon einen Einblick erlaubt, wie vielfältig Landschaft und Geschichte und damit auch die wasserwirtschaftlichen Fragestellungen sind. Natürlich ist es für mich eine Herausforderung, an der Spitze eines Teams von Experten zu stehen, das sich fachlich mit fast allen Facetten des Wassers in diesem Gebiet befasst. Naturwisssenschaftler, Ingenieure, Umwelt-, Bau- und Verwaltungsexperten arbeiten unter dem Dach des Wasserwirtschaftsamtes Hand in Hand, um den Menschen vor dem Wasser, aber auch die Lebensgrundlage Wasser und den Lebensraum Gewässer vor der Zerstörung durch den Menschen zu schützen. Unser Auftrag ist eine Gewässerbewirtschaftung zum Wohl der Allgemeinheit und im Einklang damit auch im Interesse Einzelner. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter einem Dach und die Unabhängigkeit von Einzelinteressen sind aus meiner Sicht der Schlüssel unseres Erfolgs.

Wasserwirtschaft ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden – nicht nur wegen der großen Herausforderungen wie z. B. dem Klimawandel und der demografischer Entwicklung. Hinzu kommen eine internationale Angleichung der Standards und Regeln, z.B. durch die EG-Wasserrahmenrichtlinie und die EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie ebenso wie eine Gesellschaft, die aufmerksamer oder auch kritischer die Aktivitäten der Wasserwirtschaftsverwaltung verfolgt.

Gleichzeitig geht der Stellenabbau in der staatlichen Wasserwirtschaft bis 2019 weiter, der im Zuge der Verwaltungsreform 2005 beschlossen wurde. Das hat uns die letzten Jahre und wird uns auch die nächsten Jahre weiter beschäftigen. Wir werden uns immer wieder die Frage stellen müssen, welche Aufgaben mit welcher Priorität und Intensität bearbeiten werden sollen und bearbeitet werden können.

Wir in Bayern sind es gewöhnt, dass Wasser ausreichend vorhanden ist und Wasserbewirtschaftung kein zentrales gesellschaftliches sondern höchstens ein lokales Problem ist. Blickt man in andere Regionen der Erde – auch zum Teil ins benachbarte europäische Ausland – so zeigt sich, dass Wasserfragen schnell existenzielle Bedeutung erlangen.

Den bayerischen Wasserschatz zu bewahren und mit Grundwasser und Oberflächengewässer sorgsam umzugehen ist ein wichtiger Pfeiler für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Aber eben auch nur ein Pfeiler. Wir als Wasserwirtschaftler stehen mit unserem gesetzlichen Auftrag oft im Spannungsfeld von vielfältigen legitimen Interessen, die – zumindest auf den ersten Blick – nicht vereinbar scheinen. Hier gilt es um Entscheidungen zu ringen, mit dem Ziel eine integrale und für die Gesellschaft nachhaltige Lösung zu finden. Dafür werde ich mich einsetzen und ich bitte Sie alle – unsere Kunden und externen Partner und das Team im Wasserwirtschaftsamt – hierfür um Unterstützung."

Walter Raith

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