Eigene Tochter sexuell missbraucht

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Traunstein/Trostberg - Ein 56-Jähriger soll in "mindestens 500 Fällen sexuelle Handlungen an seiner Tochter vorgenommen haben", so die Anklageschrift. Jetzt steht er vor Gericht.

Angefangen hat alles im Februar 2001, in der Trostberger Wohnung der Elter: Damals soll das Kind des Angeklagten ein Kondom gefunden haben, woraufhin der 56-Jährige seine Tochter aufgefordert haben soll, sein Geschlechtsteil anzufassen. Anschließend soll er zu dem achtjährigen Mädchen gesagt haben, er liebe sie mehr als seine Frau.

In den folgenden Jahren soll es immer wieder zu sexuellen Übergriffen wie Oralverkehr und andere Handlungen gekommen sein. Er soll seine Tochter dabei auch erpresst haben, um sie zu diesen Handlungen zu zwingen. Nach Meinung des Angeklagten sind die Vorwürfe aber alle "erstunken und erlogen". Der vorsitzende Richter gab dem 56-Jährigen nach der Anklageverlesung die Möglichkeit, sich mit seinen Anwälten zu beraten, ob er ein Geständnis ablegen will oder nicht. Aber auch nach einem 15 minütigen Gespräch mit seinen Rechtsvertretern streitet der Angeklagte die Missbrauchs-Vorwürfe ab. Daher kann dem mutmaßlichen Opfer nun auch die Aussage nicht erspart werden. Die Verhandlung wird am Mittwoch, 23. Mai, fortgesetzt.

ps/red

Rubriklistenbild: © dpa

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