Über vier Jahrzehnte im Dienste der Bürger

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v.l. de neue Stadtkämmerer Pankraz Maier, Stadtkämmerer a.D. Josef Gmeindl, Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der scheidende Hauptamtsleiter Hans Kösterke und sein Nachfolger Gerhard Spiegelsberger

Traunstein - Stadtkämmerer Josef Gmeindl und Hauptamtsleiter Hans Kösterke wurden im Dienste der Stadt Traunstein und ihrer Bürger offiziell aus dem Rathaus verabschiedet und ihre Nachfolger ins Amt eingeführt.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sagte bei der feierlichen Verabschiedung im „Alten Saal“ des Rathauses, dass die Stadtverwaltung mit ihren beiden verdienten Mitarbeitern auch ein hohes Maß an Sachverstand, Erfahrung und Kompetenz verliere. „Umso wichtiger war es, auf der Suche nach den Nachfolgern hohe Kriterien anzulegen und ich freue mich, dass wir im eigenen Haus fündig wurden.“ Als Nachfolger präsentierte der Oberbürgermeister vor rund 60 Festgästen den neuen Stadtkämmerer Pankraz Maier, bisher stellvertretender Stadtkämmerer, und den neuen Hauptamtsleiter Gerhard Spiegelsberger, der bisher im Ordnungsamt für den Bereich öffentliche Sicherheit verantwortlich war.

Josef Gmeindl und Hans Kösterke haben der Stadt Traunstein unter vier Oberbürgermeistern gedient und die Verwaltungsarbeit geprägt wie kaum ein anderer, was auch in der Ansprache des Oberbürgermeisters deutlich zum Ausdruck kam. Über den scheidenden Stadtkämmerer sagte er, dass dieser als „Herr über die städtischen Finanzen“ viele hundert Millionen Euro verwaltet habe. „Es war ihm immer ein Anliegen, das Geld der Steuergelder zur Erfüllung der städtischen Aufgaben effektiv einzusetzen und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten.“ Gmeindl habe dieses Ziel mit großer Voraussicht und Zielstrebigkeit auch immer erreicht und allen finanziellen Begehrlichkeiten aus dem Stadtrat und der Verwaltung widerstanden. Weiter sagte der Oberbürgermeister: „Es heißt ja, Geld verderbe den Charakter. Aber, sehr geehrter Herr Gmeindl, diese oft verwendete Redewendung trifft auf Sie persönlich überhaupt nicht zu, sondern Sie haben sich für Traunstein verdient gemacht.“

v.l. Stadtkämmerer Josef Gmeindl Oberbürgermeister Manfred Kösterke, Hauptamtsleiter Hans Kösterke .

Bereits in seinen ersten Jahren bei der Stadt – die Lehrzeit begann am 1. September 1967 nach dem Abitur am Chiemgau-Gymnasium – sei Gmeindl seinen Kollegen ein Musterbeispiel an Fleiß, Pflichtbewusstsein und Arbeitseifer gewesen. Pionierarbeit leistete Gmeindl bei der Einführung der Elektronischen Datenverarbeitung in der Stadtverwaltung. 1979 wurde er zum stellvertretenden Stadtkämmerer ernannt und 1981 zum Stadtkämmerer. „Ihrem Nachfolger übergeben Sie gut geordnete Stadtfinanzen, auch wenn die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden allgemein schwierig ist“, so Kösterke.

Mit sehr persönlichen Worten würdigte der Oberbürgermeister auch die Verdienste seines Bruders Hans Kösterke, der am 1. September 1961 eine Lehrlingsausbildung im damals noch städtischen Krankenhaus begonnen hatte. „Für mich persönlich ist es fast unvorstellbar zu erleben, dass mein Bruder nicht mehr im Dienst der Stadt tätig ist. Ich habe ihn Zeit meines Lebens nie anders erlebt, als in seinem engagierten und fast 150-prozentigen Einsatz für die Stadt Traunstein“, sagte das Stadtoberhaupt. Als Hauptamtsleiter war Hans Kösterke seit 1993 unter anderem für die allgemeine Verwaltungsarbeit, aber auch für die Schulen und Kindergärten verantwortlich.

Seine 48 Dienstjahre bei der Stadt Traunstein ließ Hans Kösterke in einer heiteren Ansprache Revue passieren. Seine erste wirklich verantwortungsvolle Aufgabe habe darin bestanden, im Krankenhaus den Bestand an Blutegeln zu verwalten. Nicht unerwähnt blieb auch sein Anteil am Rathaus-Neubau, den er in den Jahren 1995 bis zur Fertigstellung 1998 federführend koordinierte. Zur Freude der Anwesenden versicherte Kösterke, dass er sich auch im Ruhestand nicht aus dem öffentlichen Leben seiner Heimatstadt zurückziehen, sondern sich auch weiterhin in Vereinen und im kirchlichen Bereich engagieren werde. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Und vielleicht schreibe ich auch einmal einen Brief an die Stadtverwaltung, wenn ich als Bürger eine Beschwerde habe.“

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

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