Vachendorf braucht mehr Platz

Hohe Geburtenrate: Kinderkrippe wird zu klein

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Vachendorf - Den erfreulichen Zahlen beim Nachwuchs muss Rechnung getragen werden: Die Kindertagesstätte arbeitet bereits "auf Kante", nun wird mehr Platz gebraucht.

Über den aktuellen Planungsstand zur Erhöhung der Betreuungsplätze der Kinderkrippe und des Kindergartens Vachendorf informierte Bürgermeister Rainer Schroll die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung. Nach ausführlicher Debatte beschloss der Vachendorfer Gemeinderat in der vorgetragenen Richtung weiter zu verfahren. Der Bürgermeister hatte eingangs berichtet, dass die Geburtenrate in Vachendorf konstant hoch sei. 

Im vergangenen Jahr kamen 20 Kinder zur Welt. Heuer sind es bereits zehn Geburten. Aus diesem Grund arbeitet die Kindertagesstätte laut Schroll „auf Kante“. Sowohl bei der Kinderkrippe als auch beim Kindergarten bestehe deshalb Handlungsbedarf, sagte er. Er schlug deshalb vor, die Kinderkrippe zu verlängern, soweit dies baurechtlich möglich sei. Dadurch würden 15 neue Plätze entstehen. 

Nach den Worten des Bürgermeisters soll ein großer Raum entstehen, den man flexibel austeilen und nutzen könne. Für die Zukunft sei ohnehin eine altersgemischte Gruppe angedacht. Die Baukosten lägen bei rund 100 000 Euro. Mit der Regierung von Oberbayern habe er bereits über eine mögliche Förderung gesprochen. Der notwendige Grund gehöre der Kirchenverwaltung. Mit ihr sei das Vorgehen bereits abgestimmt.

Erleichterung für das Kindergartenpersonal

Agnes Göhle meinte, man müsste sich auch bei der Küche etwas überlegen, weil diese bereits zu klein sei. Der Bürgermeister antwortete, es gebe noch einige Fragezeichen, zum Beispiel bezüglich der Sanitärräume und sonstigen Nebenräume. Walter Ponath und Hubert Gutsjahr kritisierten, dass erst für das Kindergartenjahr 2017/2018 etwas getan werde, obwohl schon seit Jahren über eine Vergrößerung der Kindertagesstätte diskutiert werde. 

Schroll sagte dazu, es sei sehr schwer, in die Zukunft zu schauen. 15 Plätze seien aber eine stattliche Anzahl. Auch die Leiterin der Kindertagesstätte, Veronika Bauer, erklärte, besonders die Kinderkrippe sei wesentlich schwieriger zu planen. Der Bau müsse eine praktikable Lösung für ein gruppen- und altersübergreifendes Konzept sein. Eine Abtrennung sei jedoch wichtig. Für das Personal brächte der Anbau eine wesentliche Erleichterung. 

Weiterhin befürworteten die Gemeinderäte die Weiterführung der Spielgruppe wie bisher. Die Unterdeckung bezifferte Schroll mit rund 5000 Euro. Hubert Gutsjahr fragte an, ob man auch am Vormittag eine Spielgruppe einrichten könnte. Der Bürgermeister meinte dazu, die Räume wären vorhanden, das größte Problem sei jedoch das Personal. Deshalb wurde beschlossen, die Spielgruppe am Nachmittag fortzuführen. 

Keine Begeisterung über geplantes Gewerbegebiet in Traunstein

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans im Bereich der Kiesgrube bei Seiboldsdorf für eine Gewerbegebiet durch die Stadt Traunstein. Die Stadt Traunstein hatte um die Abgabe einer Stellungnahme gebeten. Wenn es Auswirkungen auf die Gemeinde gäbe, würden man eine solche abgeben, erklärte der Bürgermeister. Dies sei jedoch nicht der Fall. „Nur freuen tut's uns nicht“, meinte allerdings Herbert Bischof.

bjr

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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