Vandalismus auf Traunsteiner Stadtplatz

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Traunstein - Mit einem hässlichen Fall von Vandalismus sieht sich Traunstein konfrontiert: Unbekannte zerstörten den Blumentrog vor der Stadtpfarrkirche St. Oswald und warfen drei weitere Tröge um.

Auch zwei durchgetretene Querverstrebungen an der Bühne, die für den montäglichen Schwertertanz von den Mitarbeitern des Bauhofs aufgebaut worden war, gehen wohl auf das Konto der Vandalen. Der Schaden dürfte sich mit einigen Hundert Euro finanziell in engen Grenzen halten, der Ärger der Traunsteiner Bürger nicht.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der sich die Sachbeschädigungen am Sonntag Vormittag angesehen hatte zeigte sich äußerst verärgert: „Es ist traurig, dass es Menschen gibt, die ihre Freude an solchen Zerstörungen haben. Und das noch dazu in der Karwoche und an einem solchen Tag wie dem Ostersonntag“ so der Oberbürgermeister. Gerade in der letzten Stadtratssitzung hatten die Traunsteiner Stadträte sich besonders positiv darüber geäußert, daß die Stadtgärtner die Stadt mit Blumentrögen und Blumenbeeten an verschiedenen Orten der Stadt optisch schön gestaltet hätten. Bürger freuten sich über die gepflegte Blumenpracht, die in diesen Frühlingstagen das Stadtbild verschönern und aufwerten würden.

Anwohner haben nichts bemerkt

 Anwohner hatten in der Nacht zum Ostersonntag offensichtlich nichts von der Aktion mitbekommen. „Als ich um 6 Uhr morgens aus dem Fenster gesehen habe, habe ich die zerstörten Tröge bemerkt“ berichtete ein Traunsteiner Bürger, der gegenüber der Kirche wohnt.

Junge Pfadfinder vom Stamm der „Lindl-Ritter“ bauten am Samstag Nachmittag ein Zelt auf dem Stadtplatz auf, in dem sie vor dem Osterfeuer übernachteten. „Wir sind um ca. 1 Uhr in das Zelt gegangen“ sagte der Jugendliche Marc Stannartz, der von einer Gruppe grölender Personen berichtete, die den Stadtplatz aber offensichtlich schnell wieder verlassen hätten. „Um circa 2 Uhr hat uns dann die Polizei befragt, ob wir von den Krawallmachern und den Zerstörungen etwas mitbekommen haben.“ Sein Vater Bernd Stannartz, als 1. Vorsitzender des Förderkreis der Traunsteiner Pfadfinder meinte in einem Telefonat nachdenklich: „Hier muss man sich schon fragen, ob man die Jugendlichen in einer ähnlichen Situation noch alleine über Nacht lassen kann.“

Die Polizeidirektion Traunstein sucht nach Zeugen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweis werden unter der Telefon Nummer 0861-98730 entgegen genommen.

awi

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