Unfallträchtige Woche für die Bergwacht

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Ruhpolding - Ob Kletterer, Wanderer oder Gleitschirmflieger: Durch das schöne Wetter und die Ferienzeit summierten sich die Einsätze für die Bergwacht Ruhpolding.

Das schöne Wetter zur Ferienzeit führte zu vielen verletzten Bergsportlern – es war die unfallträchtigste Woche für die Bergwacht Ruhpolding seit langem.

Am Freitagmittag kam es zu einem schweren Steinschlagunfall in der Hörndlwand. Ein Kletterer riss versehentlich eine schwere Schuppe aus dem Fels, die der Sicherungspartnerin auf den Rücken fiel. Die junge Frau verletzte sich dabei schwer.

Es folgte eine schwierige Rettungsaktion: Die Wand hängt in dem Bereich derart über, dass die Retter selbst mit dem ungewöhnlich langen 75-Meter-Tau am Rettungshubschrauber die Patientin nur schwer erreichen konnten. Dank guter Flugleistung gelang es aber, einen Bergwacht-Luftretter und einen Bergwacht-Notarzt zur sofortigen medizinischen Betreuung bei der Frau abzusetzen.

Bei Rückenverletzungen gilt wegen drohender Querschnittslähmung besonders schonender Abtransport. Der war allerdings nur von weiter unten möglich. Die Einsatzleitung schickte zwei weitere Leute samt Material nach oben, um die Stelle mit Bohrhaken und Seilgeländern abzusichern. Gemeinsam legten die Retter die verletzte Kletterin vorsichtig in den Luftrettungssack und ließen sie ein Stück durch senkrechtes Gelände ab zu einem flacheren Platz. Dorthin konnte der Hubschrauber das Tau manövrieren und die Patientin aufnehmen.

Zwischenzeitlich musste der Hubschrauberarzt zu einem weiteren Einsatz im Gebiet Ruhpolding abrücken, was weitere Flüge erforderte. An der Bergungsaktion beteiligt waren ein Dutzend Bergretter der Bereitschaften Ruhpolding und Traunstein.

Außerdem verletzten sich binnen einer Woche drei Freizeitsportler am Rauschberg: An Fronleichnam hatte eine 54-jährige Frau am Rauschberg-Gipfel mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Der Rettungshubschrauber Christoph 14 befand sich bereits in der Luft und konnte binnen Minuten vor Ort landen und die Patientin ins Klinikum fliegen.

Zwei Tage zuvor, am vergangenen Dienstag, verletzte sich eine Berggeherin auf der Westseite des Rauschbergs. Die 34-Jährige stieg mit ihrer Familie über den Hutzenauersteig auf, stürzte etwa 25 Meter durch eine steile Rinne und verletzte sich am Kopf. Ein Bergwacht-Luftretter und ein Bergwacht-Notarzt flogen zur Patientin und versorgten die Frau in dem steilen Schrofengelände. Per Taubergung wurde die Patientin ins Tal und weiter ins Klinikum geflogen. Den Ehemann belastete der Unfall seiner Frau derart, dass er nicht mehr selbständig absteigen konnte und ebenfalls ausgeflogen werden musste.

Bereits am Sonntag vor einer Woche war ein Gleitschirmflieger aus München im steilen Felsgelände unterhalb der Rauschbergbahn notgelandet und war mit einer Fußverletzung per Taubergung ausgeflogen worden.

Pressemitteilung Bergwacht Ruhpolding/sna

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