Zankapfel Siegsdorfer Straße

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Zankapfel Siegsdorfer Straße in Vachendorf: In der Anliegerstraße parken - zur Verkehrsberuhigung durchaus gewollt - Autos auf der Straße. Ein Landwirt moniert, dass mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen ein Durchkommen nur sehr schwer möglich sei und fordert eine veränderte Parkregelung in der Straße die des Öfteren auch als "Schleichweg" benutzt wird.

Vachendorf - In seiner jüngsten Sitzung legte der Vachendorfer Gemeinderat die Grundlagen für die Ausschreibung zur Sanierung der Volkssschule und der Sporthalle Vachendorf fest.

Architekt Thomas Bachmayer (UW) der die Sanierungsmaßnahme planerisch begleitet, schlug vor, den wesentlichen Teil der Sanierungen in der Zeit zwischen den Oster- und Sommerferien 2011 durchzuziehen. Man müsse im Zusammenhang mit sicherheitstechnischen Vorschriften einige bauliche Veränderungen vornehmen, wie zum Beispiel eine Aufmauerung der Fensterhöhe. Dazu gäbe es von der Schulleitung "jede Menge Wünsche." Unentschlossen war sich der Gemeinderat in der Frage der Fassadengestaltung und hier insbesondere ob man sich für Holz-, Kunstoff- oder Holz/ Alu-Fenster entscheiden solle. Man wolle kein "hypermodernes Gebäude, aber einen gepflegten Baustil des Jahres 2000" führte Alois Hartl (CSU) aus. Für eine Holzverschalung an der Turnhalle mochte sich der 1. Bürgermeister Rainer Schroll (SPD) nicht so recht begeistern: "Das schaut sonst vielleicht aus wie ein Stall mit Holz. Das ist 'too much' finde ich." Einig war man sich, dass man die Schule und die Turnhalle optisch voneinander absetzen wolle. Der zusammenfassende Vorschlag Schrolls fand schließlich Zustimmung: Für die Schule wolle man eine Stülpschalung (horizontale Bretterverschalung), die Turnhalle mit Fassadenplatten und den Zwischenbau mit einem Verputz ausschreiben.

Für die Entlüftung schlug Bachmayer Einzelraumlüfter vor, die pro Raum auf bis zu 3000 Euro kommen würden. Fensterlüftung sei auch nach der Umbaumaßnahme weiterhin zusätzlich möglich, die Einzelraumlüfter würden pro Stunde eineinhalb mal den Luftwechsel durchführen.

Zankapfel Siegsdorfer Straße

Knifflig wurde es in der Beratung zur Verkehrssituation in der Siegsdorfer Straße, in der durch parkende Autos immer wieder Engstellen geschaffen werden. Diese entwickeln sich regelmäßig zum Problem insbesondere für landwirtschaftliche Fahrzeuge, die teilweise aufgrund ihrer Größe neben der Straße auch den Gehsteig benutzen müssen. Ein Landwirt hat sich nun in der vergangenen Woche in einem Brief an den Gemeinderat gewandt und eine Lösung angemahnt - nicht ohne auch auf mögliche rechtliche Konsequenzen hinzuweisen. Walter Ponath (CSU) konnte der Kritik wenig abgewinnen: "Das ist wenig zielführend. Wo sollen die Anlieger denn sonst parken?" Parken sei hier durchaus zur Verkehrsberuhigung gewünscht. Alois Hartl wies darauf hin, dass man hier einmal nachmessen müsse, ob bei den parkenden Autos noch drei Meter Abstand eingehalten werden. Der Bürgermeister, dem es "widerstrebt hier einen Schilderwald aufzustellen" und der darauf hinwies, dass es hier in der Vergangenheit bereits ergebnislose Gespräche mit den Eigentümern der parkenden Autos gegeben habe, schlug vor, hier in einem nächsten Schritt zu klären, wie die exakte Straßenbreite sei und dann über weitere Maßnahmen zu beraten.

Zustimmung fand der Abschluss einer Vereinbarung mit der Autobahndirektion Südbayern über die Gewässerpflege des Rotmoosgrabens. Das Gewässer, für das die Gemeinde unterhaltspflichtig ist, müsse nun drei mal hintereinander von der Gemeinde gepflegt werden. Die Autobahndirektion zahle dafür 10.000 Euro so der Bürgermeister. "Die sind als Anlieger sonst bei den Kosten mit dabei." Offensichtlich sei das Angebot aber nicht so schlecht, wie er fand. "Die sind auf gute Nachbarschaft aus." Die Zustimmung zum Abschluss der Vereinbarung erfolgte einstimmig.

Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss über die Beauftragung eines Ingenieurbüros zur Aufdimensionierung der Rohrleitung am Rotmoosgraben (Zufahrt Schlecht). Die Problematik bestünde hier, dass unter der Kreisstraße ein Rohr mit zwei Meter Durchmesser bestehe, das Gemeinderohr jedoch kleiner sei. Man müsse handeln führte Schroll aus der mit Kosten von bis zu 30.000 Euro rechne, wovon rund 40 Prozent durch einen Zuschuss finanziert werden sollten. Die jetzt einstimmig beschlossene Planungsvergabe schlage mit knapp 3000 Euro zu Buche. "Aber hier müssen wir etwas tun" machte der Bürgermeister hier unmissverständlich klar.

Wenig anfreunden konnten sich die Gemeinderäte mit der Überlegung, einen Abschnitt an der Schulstrasse komplett zu teeren und damit neben einer Teerung eines seitlichen bisher nicht asphaltierten Streifens auch den bestehenden Teerbelag der Straße auszutauschen. Über 11.000 Euro Kosten sei zuviel wie Schroll fand. Maria Srkal (UUB) plädierte dafür in jedem Fall "etwas zu machen", da die Unebenheiten gerade für Fußgänger gefährlich seien. Hartl meinte: "Zuerst müssen wir wissen, was wir mit dem Weg wollen." Der Vorschlag der Teilsanierung, den Schroll ausführte (Kosten zirka 2000 Euro) wurde einstimmig beschlossen.

Auch ohne die Vorlage der vielen guten Ergebnisse beim Preisplattln stimmte der Gemeinderat dem Antrag des GTEV Edelweiß Vachendorf auf Bezuschussung der Jugendarbeit zu und beschloss wie schon in den beiden Vorjahren, die Arbeit mit 500 Euro zu unterstützen.

Nicht durchsetzen konnte sich Ponath mit dem Antrag die erst in der vorherigen Gemeinderatssitzung beschlossene Änderung zur Vorfahrtsregelung in Wimpasing wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Man solle die Regelung nochmals überlegen so Ponath der der Überzeugung sei, dass es "mit dieser Regelung krachen wird." Der Bürgermeister zeigte für den Antrag wenig Verständnis: "Wir können nicht jeden Beschluss, der uns nicht gefällt in Frage stellen." Ebenfalls von Ponath kam die Anregung den Informationsfluss zwischen dem Bürgermeister und den Gemeinderäten zu verbessern. Man wolle aus den Aktivitäten des Bürgermeisters nicht erst aus der Zeitung erfahren. Eine Argumentation die Schroll erkennbar wenig nachvollziehen konnte, er wolle sich aber um eine gute Zusammenarbeit bemühen, wie er ausführte.

awi

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