Neues Büro- und Wohnhaus an Wasserburger Straße

Steht der geplante Neubau zu nah an der B304?

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Auf dieser Fläche vor der Halle, auf der bisher Autos ausgestellt waren, soll das neue Gebäude entstehen

Altenmarkt - Lagerräume, Büroräume und Wohnungen sollen auf der Freifläche an der B304 entstehen. Das Haus wird aber keine zwei Meter von der Bundesstraße entfernt stehen.

Der Gemeinderat Altenmarkt hatte sich in der Sitzung am Dienstag erneut mit dem Bauantrag der Altmann & Huber GbR zu befassen. Der Bauwerber beabsichtigt den Neubau eines Lager-, Büro- und Wohngebäudes an der Wasserburger Straße 4 auf einem Teilbereich des früheren Ausstellungs-Geländes des Autohauses Altenmarkt.

Bereits im Juli 2015 stand der Antrag als Vorbescheid erstmals zur Diskussion. Nach einer Feinabstimmung des Vorhabens mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Staatlichen Bauamt wurden nun Lage und Größe des Gebäudes näher festgelegt.

Flachdachhalle bleibt bestehen

Entgegen der ursprünglichen Planung wird die bestehende Flachdachhalle nicht abgerissen, das neue Gebäude wird davor errichtet und rückt näher an die Bundesstraße 304. Zudem wurde die Firstausrichtung mit einem feingliedrigen dreifachen Satteldach in Nord-Süd-Richtung mit den Behörden abgestimmt, die sich der gegenüberliegenden Häuserzeile anpasst. Die seitliche Wandhöhe des Gebäudes entspricht mit 6,50 Metern ebenfalls der Umgebungsbebauung. Durch die Situierung des Gebäudes ergibt sich, dass die Abstandsflächen in einem Teilbereich über die Straßenmitte der Wasserburger Straße hinausragen. Ein Antrag auf Abweichung in diesem Fall wurde gestellt.

In dem Gebäude sind im Erdgeschoss Lagerräume geplant. Im Obergeschoss sollen Büroräume und zwei Wohnungen entstehen. Die Gemeinderäte waren sich grundsätzlich einig, dass mit dem Gebäude eine Baulücke gefüllt werden kann und es gut in die Umgebung passt. Laut historischen Bildern von Altenmarkt stand an dieser Stelle schon vor über 200 Jahren ein großes Haus.

Breite Zustimmung im Gemeinderat

Dem Landesamt für Denkmalpflege war es offenbar wichtig, hier am Ortseingang wieder wie in früheren Jahren eine quasi „Torsituation“ zu schaffen. Diskussionspunkt im Gemeinderat war lediglich die Nähe zur Bundesstraße. Das neue Gebäude wird unmittelbar an den Gehsteig angrenzen, es gibt jedoch von der Straßenseite keinen Zugang zum Haus.

„Ich finde es bedauerlich, dass es so nah an der Straße stehen wird. Warum das so sein muss, erschließt sich mir nicht“, betonte Martin Ober. Für Wolfgang Losert, dem der geplante Bau ansonsten gut gefällt, war diese Nähe zur Bundesstraße Grund genug, seine Stimme zu verweigern. Der Gemeinderat erklärte schließlich mit seiner Gegenstimme das Einvernehmen zum Bauvorhaben und befürwortete es zur Genehmigung. Auch die Abweichung von den Abstandsflächen wurde befürwortet.

Pia Mix

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