Altenmarkter Leser ungeduldig

Ortsumfahrung: Die Tunnelportale sind schon abgeholzt

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So sieht der Auberg momentan von der B304 im Altenmarkter Westen aus. Die Portale für den Tunnel sind bereits gerodet.

Altenmarkt - Von einer "Verkehrsdichte, wie in einer Großstadt" spricht ein Leser aus Altenmarkt: Der ganze Ort wartet förmlich auf die Umfahrung. Ein erster wichtiger Schritt dafür ist nun getan. 

"Der Durchgangverkehr auf der B304 ist für Bürger nicht zumutbar. Ein LKW folgt dem anderen, stundenlange Staus, verdreckte Luft, Feinstaub, Lärm. Mich wundert es, dass wir es jahrzehntelang nicht schaffen für Abhilfe in diesem Brennpunkt zu sorgen. Kaum zu glauben, dass es im 'schönen' Chiemgau noch solche Dreckslöcher gibt", so der Leser in unserem Meldeportal "Pinweis" - und schließt mit: "Hilfe! So ist Altenmarkt nicht lebenswert!"

Aubergtunnel als Herzstück des ersten Bauabschnitts

Vor allem seit im September ein Gerichtsurteil grünes Licht für den Bau der Umfahrung gab, scheint die Ungeduld bei vielen Altenmarktern noch größer. Ein erster wichtiger Schritt für die Umfahrung ist inzwischen getan: Der Aubergtunnel gilt als Herzstück des ersten Bauabschnittes.Nun ist das Tunnelportal an der B304 bereits gerodet

Im Frühjahr wird dann damit begonnen, eine Brücke zu errichten, die vor dem westlichen Portal des Aubergtunnels liegen wird. Er wird 427 Meter lang und teil der 1,5-Kilometer-Umfahrung hinunter nach Trostberg. Wenn der Tunnel von den Behörden genehmigt wurde, werden die Bauarbeiten dafür dann europaweit ausgeschrieben. Auch für die weitere Verlegung der B299 vorbei an Trostberg steht bereits ein Vorentwurf.

Zweiter Bauabschnitt der Umfahrung östlich an Altenmarkt vorbei

Das zweite Stück der Umfahrung soll in Nord-Süd-Richtung schließlich an Altenmarkts Osten vorbeiführen. Das Staatliche Bauamt Traunstein überarbeitet dafür momentan die Vorentwurfsplanung, dann geht es in das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern. An Stein vorbei soll die B304 dann kurz vor St. Georgen wieder auf die alte Strecke führen

Allerdings ist der Grunderwerb für diesen zweiten Bauabschnitt noch nicht abgeschlossen: "Wir befinden uns kontinuierlich in einzelnen Grunderwerbsgesprächen", heißt es dazu aus dem Staatlichen Bauamt. "Wegen der ausstehenden Planungsschritte kann derzeitnoch keine belastbare Aussage zum Bau und zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts gemacht werden", so das Bauamt. Vor allem könnte, wie auch schon beim Aubergtunnel, eine Klage den vagen Zeitplan wieder durcheinanderbringen: "Das könnte zu einer deutlichen Verzögerung führen."

Pinweis

Sie haben ein Anliegen, das an die Öffentlichkeit kommen soll? Bisher wird dieses aber noch nicht gehört? Wir bei chiemgau24.de können helfen! Seit 2014 schon gibt es unser regionales Bürgerportal "Pinweis" für den Chiemgau.

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xe

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