Unbezahlte Arbeitsstunde pro Woche soll weg

Verhandlungen bei Alzmetall

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Altenmarkt - Circa 50 unbezahlte Arbeitsstunden jährlich - das soll sich ändern. Diese Ansicht vertreten Arbeiter, Gewerkschaftler und Betriebsrat der Firma Alzmetall in Altenmarkt. Aus dem Grund beginnen heute die Verhandlungen.

Zur Vorgeschichte

Bereits am Dienstag, 15. November diesen Jahres trafen sich Gewerkschaftler, Arbeiter und der Betriebsrat der Firma Alzmetall im Gasthaus "Husarenschänke" in Altenmarkt zur Mitarbeiterversammlung. Dort wurden die Mitarbeiter über die Verhandlungen bezüglich des seit 1. April 2014 gültigen Zukunftstarifvertrags informiert. Diesem seien schon einige ähnliche Sanierungsvertrage vorausgegangen. Jedoch weiche der Zukunftstarifvertrag vom Manteltarifvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ab. 

Waren es im Vertrag, der 2008 geschlossen wurde, vier unbezahlte Wochenstunden, so konnten Gewerkschaftler und die Firma Alzmetall für den aktuell gültigen Vertrag aushandeln, dass nur noch eine unbezahlte Wochenstunde übrig ist.Dies gelang aber auch nur durch unterstützende Protestaktionen der Belegschaft

Unbezahlte Arbeitsstunde pro Woche soll beseitigt werden

Diese eine unbezahlte Arbeitsstunde pro Woche wollen der Betriebsrat und die Gewerkschaftler nun auch beseitigen und fordern eine Rückkehr zum Flächenvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Aus diesem Grund beginnen heute die Verhandlungen. Ebenso beabsichtigen sie eine stufenweise Rückführung der unbezahlten Arbeitszeit, nach wie vor erfolgsabhängige Zahlungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und eine Vergütung der unbezahlten Arbeitszeit bei positivem Betriebsereignis. 

Diesen Forderungen sei bei der Mitgliederversammlung aber nur zugestimmt worden,weil die Arbeitnehmer ein großes Interesse am Fortbestand des Unternehmens haben, deswegen wollten sie auch keine sofortige Rückkehr zum Manteltarifvertrag. Überdies seien die Arbeitnehmer aber auch bereit, die Forderungen mit Aktionen und Demonstrationen durchzusetzen.

Bei der Firma Alzmetall gibt man sich unterdessen bedeckt. Die Firma will erst einmal die Verhandlungen abwarten, auch auf Nachfrage von Chiemgau24 wurde man an den Betriebsrat verwiesen.

srs

Rubriklistenbild: © dpa

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