Holz-Wasserrohr von 1877?

Überraschende Entdeckung auf dem eigenen Hof

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Ortsheimatpfleger Georg Bichler (li.) und Entdecker Anton Galneder (re.)

Engelsberg - Der Landwirt Anton Galneder entdeckte bei der Vorbereitung zu Pflasterarbeiten in seinem Hof zwei alte Wasserrohre aus Holz - Relikte aus der damaligen Landwirtschaft.

Eine überraschende Entdeckung machte Landwirt Anton Galneder vom Blankl-Hof in der Gemeinde Engelsberg. Bei der Vorbereitung zu Pflasterarbeiten in seinem Hof stieß er in einem halben Meter Tiefe auf zwei alte Wasserrohre aus Holz mit einer Länge von 3,30 bzw. 2,50 Metern.

Weil diese Relikte aus der frühen Technisierung der Landwirtschaft bedeutende Zeugnisse der Heimatgeschichte sind, informierte Ortsheimatpfleger Georg Bichler Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika. Dieser bestätigte die Besonderheit der Entdeckung und unterstützt die Initiative, die Rohre zu konservieren und aufzubewahren.

Nachforschungen ergaben, dass die Wasserleitung wohl von einer Wassergrube in den Rinderstall des 1877 abgebrannten Vierseithofes, der an der Stelle des heutigen Bankl-Hofes stand, verlegt war. Angefertigt worden sind solche Rohre von Brunnenbauer Franz Wimmer aus Oberneukirchen. Um die Leitung zu verlängern wurden die Rohre an beiden Enden mit leicht konisch geformten, handgeschmiedeten Ringen versehen, die aneinandergesteckt werden konnten und so dicht abschlossen.

Im ländlichen Bereich waren diese Leitungen üblich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, als alle Bauernhöfe allmählich an die allgemeine Wasserversorgung mit ihren Metallleitungen angeschlossen wurden.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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