Verwüstungen am See-Ufer

"Ganz Obing geschockt von hirnlosen Wesen"

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Obing - Es herrscht einfach nur Kopfschütteln: Für das Seefest richtete der Gartenbauverein erst Anfang Mai das Ufer neu her - am Wochenende wurde alles Opfer von Vandalen. Die Gemeinde hat eine Belohnung ausgesetzt.

UPDATE, 13 Uhr: Polizeimeldung

In der Nacht auf Sonntag kam es am Ostufer des Obinger Sees in Obing zu einem schweren Fall von Vandalismus. Hierbei beschädigten bisher unbekannte Täter sämtliche Sitzbänke, Skulpturen sowie Wegweiser, die sich entlang des Seerundwegs befinden.

Mindestens sieben Bänke wurden überwiegend umgeworfen und dabei zum Teil derart in Mitleidenschaft gezogen, dass sie mitunter erneuert werden müssen. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt, beläuft sich jedoch auf mehrere tausend Euro. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen, wird von der Gemeinde Obing eine Belohnung in Höhe von 300 Euro ausgesetzt. Entsprechende Mitteilungen werden an die Polizeiinspektion Trostberg unter Tel. 08621/98420 erbeten.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Erstbericht:

"Es gibt Menschen da fragt man sich ob der Kopf nur eine Sicherungskopie vom Arsch ist..." Mit diesen Worten beginnt ein Facebook-Post des Obinger Gartenbauvereins vom Sonntag. In das Seefest am 4. und 5. Juni steckte man Anfang Mai viel Arbeit: 25 Obinger stellten selbst gebaute Bänke auf, errichteten Kunstwerke - doch in der Nacht auf Sonntag wurde das Gelände völlig verwüstet.

Spuren der Verwüstung: Fotos vom Vandalismus am Obinger See

Tische und Bänke wurden aus der Verankerung gerissen, eine Radwegbeschilderung zerstört, Kunstwerke umgeworfen und eine goldene Kugel von einem drei Meter hohen Kunstwerk geklaut. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 5000 Euro - die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Obinger Vereine und Betriebe nicht mit eingerechnet. 

Gartenbauverein spricht von "hirnlosen Wesen"

"Ganz Obing ist geschockt wegen der Gewalt, die da angewandt wurde", so Birgit Furtner vom Gartenbauverein im Gespräch mit chiemgau24.de: "Solchen Leuten will man nachts wirklich nicht begegnen." Betroffen sei allerdings "nur" die Südseite des Sees nahe der B304 - dort wo niemand wohnt. Die bewohnte Nordseite blieb dagegen verschont

Es müssen mehrere Leute am Werk gewesen sein, vermutet Furtner. Anders seien die schweren Bänke nicht aus der Verankerung zu bekommen. Sie kann sich nicht mal vorstellen, wie dies ohne Maschinen machbar wäre. Von "hirnlosen Wesen" ist im Facebook-Beitrag des Gartenbauvereins die Rede: "Es ist ein Trauerspiel, wenn man das sieht. Wenigstens sind die Bänke unbeschadet geblieben."

Hinweise sind bei der zuständigen Trostberger Polizei (Telefon: 08621/98420) noch nicht eingegangen, doch Birgit Furtner hofft, dass durch die Öffentlichkeit etwas in Bewegung geraten könnte: Über 440 Mal wurde der Facebook-Beitrag allein bis Montagmittag bereits geteilt. Vielleicht findet sich so auch eine Spur auf einen Fall, der in der gleichen Nacht auf Sonntag passiert ist: Zwischen Wasserburg und Amerang wurden 30 Gullydeckel ausgehoben. Womöglich besteht ein Zusammenhang.

xe

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