2000 Stunden mehr als im Vorjahr

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Bei der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) gibt es viele Ausbildungen: Dazu zählen der Wasserretter, der Rettungsschwimmer und der Motorbootführer. Siet letzten Jahr ist auch der Fließwasser-Retter.

Traunstein - Die Wasserwacht hat im vergangenen Jahr die Zahl ihrer Einsatzstunden erhöht - und auch der Start ins neue Jahr war turbulent. Was es alles zu tun gab:

Das neue Jahr war erst ein paar Wochen alt, als die Wasserwacht Obing im Januar zu einer Eisrettung am Griessee alarmiert worden ist. Ein älterer Mann wollte nach dem Eisstockschießen quer über den See zu seinem Auto laufen, als er einbrach. Zunächst versuchten Passanten den Mann zu retten, dann brach auch ein Ersthelfer im Eis ein. Schließlich rückte die Obinger Wasserwachts-Ortsgruppe mit ihrer Schnellen Einsatzgruppe aus und rettet die beiden Verunglückten. Aktuell sind alle 19 Ortsgruppen der Kreiswasserwacht Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) einsatzbereit und haben ein aufmerksames Auge auf die vielen Schwimmer und Wassersportler, die sich an den Seen, Flüssen und Schwimmbädern im Landkreis bei schönem Wetter tummeln - über 23 000 Einsatzstunden waren es im vergangenen Jahr – ein Anstieg von mehr als 2000 Stunden im Vergleich zum Vorjahr.

Die Taucherausbildung wird bei der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) großgeschrieben. Denn die Taucher sind unter anderem ein wichtiger Bestandteil der Schnellen Einsatzgruppe (SEG), die bei Vermisstensuche und bei Katastrophen, wie Überschwemmungen, ausrückt.

Viele Wochen, bevor die Boote aus dem Winterschlaf geholt werden, bereiten sich die Aktiven der Wasserwacht auf die Sommersaison vor. Schwerpunkte sind hier die umfangreiche Sanitätsausbildung sowie Schulungen für den Wasserretter und die Taucher. Über 8000 Stunden verbrachten hier die Aktiven der Wasserwacht, um sich weiterzubilden – über 1000 Stunden mehr als im Vorjahr. Die ruhigen Wintermonate wurden auch für Arbeiten rund um die Stationen genutzt: So bereiten sich die Überseer auf ihr neues Wasserwachtsboot vor und die Mitglieder der Wasserwacht Kühnhausen investierten viele Stunden ihrer Freizeit, um die Wachhütte zu erweitern. Bei der Ortsgruppe Tengling-Törring steht die Planung für die neue Schnelle Einsatzgruppe (SEG) im Mittelpunkt, die künftig unter anderem mit Tauchern bei Vermisstensuche, Eisrettung und größeren Katastropen eingesetzt werden soll. Mit fast 2500 Mitgliedern ist Traunstein eine der größten Kreiswasserwachten in Deutschland.

Eisrettungen am Griessee und Mittersee

Mit genau 23 200 Einsatzstunden der Wasserwachtler in der Wasserrettung sowie dem Sanitäts- und Wachdienst hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um über 2000 Stunden erhöht. „Auch die 574 Erste-Hilfe-Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen“, so der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Hans-Michael Weisky. Mit dabei waren zwei Eisrettungen am Waginger See und am Mittersee in Ruhpolding sowie sechs Lebensrettungen. "Hier haben unsere Leute hervorragend gute und schnelle Hilfe geleistet“, so Weisky. Über 5000 Stunden haben die verschiedenen Wasserwachts-Ortsgruppen für die "Mittelbeschaffung" verbracht, um also die finanziellen Mittel für die Ortsgruppe zu organisieren. Dazu zählen Veranstaltungen, wie Seefeste, Beachpartys und Sammelaktionen.

Mehr als 1100 Schwimmabzeichen legten Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Wasserwacht im Landkreis ab – vom Seepferdchen bis zum goldenen Rettungsschwimmerabzeichen. Über 200 Kinder lernten unter Anleitung eines Wasserwachts-Ausbilders das Schwimmen und in über 80 Kursen übten die Kleinen die wichtigsten Handgriffe für den Notfall. "All das wollen wir weiter ausbauen, denn die Begeisterung bei den jungen Kursbesuchern ist immer sehr groß", erklärt der Wasserwachtschef.

Werbung um Jugendliche und Ausbilder

Das Augenmerk der Kreiswasserwachts-Leitung wird sich in den nächsten Jahren auf die Jugendarbeit richten. "Wir müssen dem Nachwuchs genügend Anreize setzen, damit es attraktiv ist, Mitglied bei der Wasserwacht zu sein", so Weisky. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Werben um neue Ausbilder. "Auch hier haben wir einen großen Bedarf", erklärt der Vorsitzende, "denn die Ausbildung wird immer spezieller und umfangreicher."

Ab sofort sind alle Wasserwachtsstationen an allen Wochenenden bis zum Spätsommer besetzt oder per Notruf alarmierbar. Bei den Chieminger Wasserwachtlern ist das ganze Jahr Saison: Sie ist die einzige Wasserwachtsstation am Chiemsee im Traunsteiner Landkreis, die auch im Winter in Alarmbereitschaft ist. „In diesen Monaten müssen sie manchmal auch die Inseln mitversorgen“, so Hans-Michael Weisky.

Pressemeldung BRK Kreisverband Traunstein

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