Viele Vorschläge in Trostberg

Wo soll die Stadt hin? Das wünschen sich die Bürger

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Trostberg - Die Stadt will ein neues Entwicklungskonzept: Nun sollten auch die Bürger mitarbeiten, wo es hingeht - eine wahre Flut an Ideen kam dabei zustande.

Bürgermeister Karl Schleid am Dienstag im Postsaal.

Ein Konzept von 200 Seiten, der Leitfaden für die Trostberger Kommunalpolitik in den nächsten zehn Jahren - bereits seit vergangenem Frühjahr wird am ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) mit Fachplanern und einem Bürgerbeirat gearbeitet. Doch bevor das Werk für die künftige Entwicklung steht, sollten möglichst viele Bürger noch einmal daran mitarbeiten. Etwa 80 kamen dazu am Dienstag in den Postsaal.

"Der Leerstand in der Altstadt zeigt uns, dass wir neue Wege gehen müssen. Anderen Vorwürfen zu machen, reicht längst nicht mehr", meinte Bürgermeister Karl Schleid eingangs: "Was geben wir für ein Bild nach außen? Wie wollen wir künftig wohnen? Wie uns fortbewegen? Wie stehen wir selber zu uns?" All diese Fragen sollten durch das Stadtentwicklungskonzept beantwortet werden.

An sieben Thementafeln konnten alle Ideen angebracht werden.

An sieben Themenwänden konnten die Trostberger ihre Ideen mit einbringen. Heiß umkämpft und diskutiert wurden vor allem Bahnanbindung, Alz (neue Badezugänge) und Altstadt - bei letzterer vor allem der Geschäftsleerstand, Wohnmöglichkeiten und weniger Verkehr. Alle Ideen werden nun möglichst ins Entwicklungskonzept eingearbeitet werden - wir zeigen sie Ihnen.

Demografie und soziale Infrastruktur

- Wohnumfeld in der Altstadt verbessern - liebenswert und freundlich

- Häuser in der Altstadt sind durch alte Strukturen nicht zum Wohnen geeignet

- Mehrgenerationenhaus mit der Möglichkeit für jeden, sich einzubringen

- Strahlungsfreie Zonen einrichten (z.B. ohne WLAN)

- Mehr jungen Familien die Ansiedlung ermöglichen durch Ausweis neuer Baugrundstücke und Innenstadtverdichtung

- Ein Aufzug in die Parkgarage

- Plätze für Jugendliche mit freiem WLAN, damit diese nicht zuhause sitzen müssen (z.B. am Jahnplatz)

Gewerbe und Wirtschaft

- Ein Lebensmittelgeschäft/Parfümerie/Blumenladen/Reparaturcafé in der Altstadt (Branchenmix  verbessern)

- Papierkörbe

- Mehr Außenbereich für Cafés

- Mehr kulturelles Leben in der Altstadt, hochwertige Straßenmusikanten

- Jeden ersten Samstag oder Sonntag einen Flohmarkt in der Altstadt und Jahresmärkte mit Themen versehen

- Häuser die gekauft werden, sollten innerhalb von drei Jahren hergerichtet werden

- Längere Öffnungszeiten  für die Altstadtläden

- Leerstände ansprechend gestalten/Fassaden renovieren/Blumenschmuck

- Autofreie/verkehrsberuhigte Altstadt

- Aufstockung der Tiefgarage/Tiefgarage attraktiver gestalten

- Kostenfreie Parkplätze für Kunden und Mitarbeiter

- Gewerbesteuer runter

- Weniger Parkkontrolle

- Outletstores für Trostbergs Geschäftsleerstand, als Alleinstellungsmerkmal (Vorbilder Wertheim Village/Parsdorf)

Stadtbild, Baukultur und Wohnen

- Plätze zum Verweilen

- Den Schloßberg  gestalten

- Die Hauptstraße als Fußgängerzone

- Schloss Schedling als Gemeinschaftshaus

- Mittel- und Grundschule neu gestalten

- Altstadthäuser zum Wohnen renovieren

- Mehr Beratung für die Eigentümer der Altstadthäuser wegen Renovierung der Häuser und Kostenzuschüssen

- Eigentümer der Altstadt-Häuser auffordern, die Häuser, Eingänge und Fenster zu säubern

Mobilität und Verkehr

- Tiefgaragen bei Neubauten

- Querung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Hagenau und Pechlerau

- Gehsteig am Volksfestplatz

- Verschönerung des Bahnhofsgebäudes

- Mehr Angebote an Gastronomie am Caroplatz

- Tiefgarage unter dem Caroplatz, Parkhaus am Linnerkeller

- Keine Parkkontrolle am Wochenmarkt

- Vernünftige Bahnanbindung, Bahnausbau statt Rückbau

- Regelmäßiger Bahnverkehr  zwischen Garching, Trostberg und Traunstein

- Verkehr in der Altstadt nur für Anwohner und Lieferverkehr

- Die Zeitschaltung der Ampel an der Bayernstraße überprüfen (weniger Ampeln, besserer Verkehrsfluss)

- Trostberg wirtschaftlich so gestalten, dass weniger Grund besteht, weitere Strecken zu fahren

Landschaft in der Stadt, Natur und Umwelt

- Spielplätze sollten gut gewartet, evtl. auch vergrößert werden

- Große Bäume  erhalten

- Fußwege  zwischen den Ortschaften

- Wilde, verdeckte Naturplätze für den Lagerbau lassen

- Grüne Wiese ist nicht gestaltet

- Dauerhafte Liegeflächen am Alzufer

- Neuer Skaterplatz

- Abdeckung des Alzkanals für einen Alz-Stadtpark

Freizeit und Sport

- Zugänge zur Alz

- Öffentlicher Lagerfeuerplatz

- Öffentlicher Alzbadeplatz

- Biergarten  am Jahnplatz

- Alz-Traun-Wanderweg besser vermarkten

- Von der Stadt bezahlte Person, die kostenfrei Aktivitäten organisiert, die von allen regelmäßig genutzt werden können: Zum Beispiel gemeinsamen Malen oder Singen in der Stadt oder im Freien, Walken, Fotografieren, Stricken, Erkundungen, Vorträge

- Park der Begegnung schaffen (Fitnessgeräte, Grillgelegenheit...)

Tourismus, Kultur und Vermarktung

- Fußwege gehen verloren

- Vermarktung der Alzwege überregional

- Rastparkplatz für Radfahrer

- Alz als Badeeldorado

- Paddelangebot  an der Alz ausbauen

- Camping in Trostberg

xe

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