Unterkunft bei Trostberg wird geschlossen

Flüchtlinge müssen wieder raus aus Wäschhausen

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Trostberg - Jetzt muss alles schnell gehen: In vier Wochen will die Regierung das Asylbewerberheim in Wäschhausen wieder schließen. Die Gründe und welche Probleme dadurch entstehen:

Zum 31. Mai wird es soweit sein: Dann ist die Flüchtlingsunterkunft in Wäschhausen Geschichte - das verkündete Bürgermeister Karl Schleid auf der Stadtratssitzung am Mittwoch. Die 35 Asylbewerber, die in dem alten Gasthaus untergebracht sind, müssen dannin andere Unterkünfte verteilt werden. Erst Ende 2014 zogen die Flüchtlinge dort ein.

Regierung will Geld sparen

Der Grund: Die Regierung will sich Geld sparen und löst deshalb den Beherbergungsvertrag mit dem Eigentümer auf. Wo die Asylbewerber dann unterkommen, steht noch nicht fest. Marianne Penn befürchtet so einiges: "Da tun sich kleine Dramen auf, wenn sie jetzt wieder weg müssen", so die Stadträtin. Auch wenn die Regierung es "wohlwollend prüfen" werde, die Flüchtlinge wieder in Trostberg oder der näheren Umgebung einzuquartieren, darauf verlassen will sich Penn nicht.

"Die sind inzwischen gut integriert, gehen in die Schulen, haben Lehrstellen oder Praktikumsplätze", so Penn. Es sei "knallhart" jetzt innerhalb von vier Wochen auszuziehen mit ungewisser Zukunft. Auch Bürgermeister Schleid hofft, dass die Flüchtlinge maximal bis nach Altenmarkt umquartiert werden, "aber es ist ja nur ein Wohnungswechsel. Vielleicht wirkt sowas zusätzlich integrierend. Jeder Deutsche muss ja auch mal umziehen".

Unterkunft am Zagler Berg ab Donnerstag belegt

Ein Teil der 35 Asylbewerber aus Pakistan, Äthiopien, Eritrea und Afghanistan soll dezentral untergebracht werden, ein anderer Teil kommt womöglich in die neue Gemeinschaftsunterkunft am Zagler Berg. Dort herrschte nun lange Zeit Leere, doch am heutigen Donnerstag werden die ersten Flüchtlinge einziehen: Zwei Familien aus Nigeria, nächste Woche folgt eine achtköpfige Familie aus dem Irak.

xe 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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