Ein Hase ohne Kopf und tote Hühner

Wer sorgt für den Spuk am Trostberger Friedhof?

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Dieser Hühnerfuß lag in einem Grab auf dem Trostberger Friedhof.

Trostberg - Ein Hase ohne Kopf, tote Hühner und andere tierische Gebeine - auf dem Trostberger Friedhof spielen sich seit einigen Monaten gruselige Szenen ab. Wer steckt dahinter?

Vor rund zehn Tagen wurde die Polizei in Trostberg davon informiert, dass am Friedhof in einem Grab ein vergrabener Hühnerfuß aufgefunden wurde. Wie sich herausstellte, war das nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits im Oktober 2015 hatte eine Trostbergerin einen Hasen ohne Kopf gefunden. In anderen Gräbern - in einem Fall sogar hinter dem Grabstein - lagen tote Hühner, wie die Passauer Neue Presse (PNP) nun berichtet.

Dass Fuchs oder Marder hinter den makabren Funden stecken könnten, schließt die Polizei inzwischen aus. "Die vergrabenen Tiere waren von außen teilweise gar nicht erkennbar", sagte Alois Kellner, der Leiter des Trostberger Ordnungsamtes, zu den Vorfällen auf dem insgesamt 32.000 Quadratmeter großen Friedhof mit 1760 Grabstellen gegenüber der tz. Dass Satanisten dahinter stecken, ist ebenfalls unrealistisch. Es wurden keine okkulten Hinweise an den Gräbern gefunden. Auch dass jemand sein verstorbenes Haustier auf eine ungewöhnliche Art und Weise bestatten wollte, wird für sehr unwahrscheinlich gehalten.

Auf dem Trostberger Friedhof wird die Totenruhe gestört

Dennoch möchten Stadt und Polizei dem Spuk nun baldmöglichst ein Ende bereiten. Es soll nun verdeckte Überwachungsmaßnahmen und nächtliche Sicherheitsbegehungen auf dem Friedhof geben, um die Täter zu überführen. Denn bei diesen Taten handelt es sich um keinen makaberen Scherz, sondern um Störung der Totenruhe. Und dabei handelt es sich um eine Straftat.

mw

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