Aufgelöstes Flüchtlingsheim bei Trostberg

Walch: "Ein Umzug verursacht kein Trauma"

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Trostberg - Ende April gab die Regierung bekannt, das Flüchtlingsheim Wäschhausen binnen eines Monats aufzulösen - Landrat Walch steht hinter der Entscheidung. Doch wie geht es mit den Bewohnern weiter?

Noch bis zum 31. Mai wird das alte Wirtshaus in Wäschhausen bei Trostberg mit Asylbewerbern belegt sein, dann wird die Unterkunft aufgelöst. Die Staatsregierung will Geld sparen und kündigte den Beherbergungsvertrag. Einige Trostberger Stadträte und ehrenamtliche Helfer plagten Sorgen über die Zukunft und die weitere Integration der Flüchtlinge, die nun wieder umziehen müssen. 

"Ein Umzug von fünf Kilometern ist doch zumutbar. Und es gibt auch Busverbindungen. Wenn man damit schon ein Trauma verursacht und die Integration zerstört, können wir gleich aufhören", meint dagegen Landrats Siegfried Walch gegenüber dem Trostberger Tagblatt. Er steht hinter der Entscheidung der Staatsregierung. Etwa die Hälfte der 35 in Wäschhausen untergebrachten Asylbewerber wird wieder in Trostberg untergebracht, die andere Hälfte in Altenmarkt.

Hintergrund sind die sinkenden Flüchtlingszahlen im Landkreis Traunstein: Während es im Januar noch 1800 und im April etwas über 2000 Asylbewerber waren sank die Zahl zum 1. Mai wieder auf 1950. Bereits im Januar kündigte Walch an, heuer noch 900 Plätze für Flüchtlinge bauen zu wollen - dann würde die Suche nach Asylbewerberheimen von seiner Seite eingestellt

xe

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