Aus dem Stadtrat:

Lärmschutz: Das hat Trostberg vor

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Bürgermeister Karl Schleid vor einem Plakat an der Ortsdurchfahrt (Fotomontage).

Trostberg - Rund 200 Einwohner der Stadt sind vom Verkehrslärm an der Ortsdurchfahrt betroffen. Am Mittwochabend wurde nun über die Möglichkeiten diskutiert, ihnen Abhilfe zu verschaffen:

Das Landesamt für Umwelt hat in seinen Untersuchungen 2009 und 2013 herausgefunden, dass rund 200 Einwohner in Trostberg - die alle entlang der Ortsdurchfahrt wohnen - stark vom Verkehrslärm betroffen sind. Da es sich dabei allerdings um eine Bundesstraße handelt, hat die Kommune keine Entscheidungsgewalt. "Die Maßnahmen zum Lärmschutz wären daher schwer, beziehungsweise aus finanziellen Gründen gar nicht durchzusetzen", erklärte Bürgermeister Karl Schleid den Stadträten am Mittwoch. "Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, von der Aufstellung eines aufwändigen Lärm-Aktionsplanes zunächst abzusehen."

Im Bereich der Reduzierung von Verkehrslärm würden derzeit aber verschiedene Lärm-Minderungsmaßnahmen diskutiert. "Als Erstes wird die Vermeidung von Emissionen angeführt, zum Beispiel durch eine Stärkung des nicht-motorisierten Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs." Der zweite Punkt ziele auf eine Minderung von Emissionen durch leisere Fahrbahnbeläge oder Geschwindigkeits-Absenkungen ab. "Als letzte Maßnahme wird die Verlagerung der Emission vorgeschlagen, zum Beispiel durch Verkehrsverlagerung in Form von Umgehungen."

Einstimmig nahm das Gremium die Informationen zur Kenntnis. "Bürgermeister Schleid wird sich jetzt mit dem Bauamt zusammensetzen und über das weitere Vorgehen beraten", erkläre Bernhard Unterauer, Geschäftsleiter der Stadt. Dabei werde man auch ein Fachbüro ins Boot holen, dass Untersuchungen über die verschiedenen Lärmschutz-Maßnahmen und deren Auswirkungen anfertigen wird. "Wir müssen uns hierbei auch mit dem staatlichen Bauamt abstimmen, in dessen Trägerschaft sich die Hauptstraße befindet."

So sehen die Pläne für eine Umgehung für Trostberg aus. Hier klicken für eine Großansicht.

Er rechnet aber schon jetzt damit, dass es hier zu Interessens-Konflikten kommen wird: "Wir wollen den Lärm- undEmissionsschutz und das Bauamt will den Verkehr möglichst flüssig abwickeln." Eine wirkliche Entlastung würde seiner Meinung nach nur eine Umgehungsstraße bringen, die auch schon seit längerem geplant ist. Doch solange die Klage des Umweltschutzverbandes Alztal und Umgebung gegen den Bau des Aubergtunnels noch läuft, ist an den Bau einer solchen Umgehung nicht zu denken. "Auch eine Erweiterung der Tempo-30-Zone in der Stadt ist möglich. Doch es muss nun erst geprüft werden, inwieweit das eine Entlastung bei der Lärmbelastung bringen würde."

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