Freimaurer in Traunstein

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Seit 20 Jahren gibt es eine Freimaurerloge in Traunstein.

Die Freimaurerloge in Traunstein „Zu den drey Huegeln an der Traun“ e.V. hat sich 20 Jahre nach ihrer Gründung 1995 entschlossen, eigene Logenräume in Traunstein anzumieten. Nach Umbau- und Renovierungsarbeiten in den Sommerferien wurde am 17.09.2015 die Einweihungsfeier zelebriert.

Was ist Freimaurerei? Der Freimaurerei wird eine jahrhundertealte Geschichte nachgesagt. Vieles davon ist Legende, Spekulation bis hin zu Verschwörungsphantasien und Wunschdenken. Verbindlich ist nur das Jahr 1717, in dem sich mehrere existierende Logen in London zur ersten dokumentierten Großloge zusammengeschlossen haben. Zu dieser Zeit gab es insbesondere in England viele Organisationen, die eine gesellschaftliche und geistige Weiterentwicklung ihrer Mitglieder zum Ziel hatten. Die Bewegung der Freimaurer hat sich durchgesetzt und im Zeitalter der Aufklärung binnen weniger Jahrzehnte ein ungeheures weltweites Wachstum erfahren.

Die humanitäre Freimaurerei unserer Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland versteht sich als eine humanitäre und im freimaurerischen Sinne moderne Ausrichtung. Unantastbarkeit der Menschenwürde, Selbstverantwortung, Toleranz und Brüderlichkeit sind unsere Leitideen. In den Logen versammeln sich, den „Alten Pflichten“ von 1723 entsprechend, Männer, „die sich im wahren Leben nie begegnet wären“. Traditionell werden in die Logen Männer der verschiedensten Altersgruppen, Gesellschaftsschichten, Parteien, Religionen und Herkünfte aufgenommen. Diese bunte Mischung von Menschen, häufig Individualisten, oft auch als „Gemeinschaft der Ungleichen“ bezeichnet, trifft sich über gesellschaftliche Schranken hinweg und begegnet sich bewusst auf Augenhöhe. Interessanterweise profitieren alle Beteiligten davon, weil sie ihr Leben gezielter und bewusster gestalten können, sofern sie die vielfältigen Eindrücke auf sich wirken lassen.

Logen pflegen den Meinungs- und Gedankenaustausch, hier wird gerne und ergebnisoffen diskutiert in einer Gesprächskultur, die von gegenseitiger Achtung geprägt ist, aber auch aktiv gehandelt. Die Basis für die zwischenmenschlichen Verhaltensweisen wird durch die monatlichen rituellen Feiern gelegt, in denen die Bruderschaft den Zusammenhalt und den Umgang miteinander und mit der Umwelt erlernen kann. Die besondere Methodik der Freimaurerei ermöglicht es, dass Handwerker und Akademiker, Künstler, Beamte, Angestellte, Selbstständige aller Weltanschauungen gleichberechtigt und erfolgreich an gemeinsamen Aufgaben arbeiten können. Damit versteht sich eine Loge auch als Übungsstätte für jedes einzelne Mitglied: Was man in der Loge an Verhaltensmustern erprobt und erlernt hat, kann man auch außerhalb der Loge im täglichen Leben umsetzen.

Darin verstehen die Logen ihren gesellschaftlichen Erziehungsprozess: Sie verabschieden keine Resolutionen und delegieren deren Erledigung, sondern sie beginnen im Kleinen und als Einzelpersonen mit dem persönlichen Erkenntnisprozess und lassen die Umsetzung im Kleinen folgen. Im Schluss einer jeden freimaurerischen rituellen Zusammenkunft gibt es eine Handlungsaufforderung: "Geht hinaus in die Welt, meine Brüder, und bewährt euch als Freimaurer, wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid achtsam auf euch selbst." Freimaurer handeln danach, so gut sie können.

Pressemitteilung Freimaurerloge "Zu den drey Huegeln an der Traun" e.V. in Traunstein

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