Flüchtlingskrise? Flüchtlingschance?

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Sitzordnung Fishbowl-Diskussion.

Traunreut - Am Mittwoch den 10. Dezember veranstalten der Kreisjugendring Traunstein, die Junge Union Traunstein, die Jusos Traunstein, die Grüne Jugend Traunstein und die Jungen Liberalen Bayern gemeinsam einen politischen Diskurs zu den Themen „Flüchtlingskrise? Flüchtlingschance? und Politikverdrossenheit!?“

Die Diskussion findet um 14 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule Traunreut statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich grundsätzlich an interessierte Jugendliche ab der neunten Jahrgangsstufe. Das Thema der Flüchtlingskrise brennt allen Beteiligten auf den Nägeln, man will so eine Möglichkeit schaffen um konstruktiv die Jugend zu Wort kommen zu lassen. Zu der Diskussion kommen die Fraktionsvorsitzenden der bestehenden Jugendorganisationen der Parteien aus dem Landkreis und auch überregional. Von der Grünen Jugend ist Anna Körner, die auch Bezirksvorsitzende der Grünen Jugend Oberbayern ist, vor Ort. Ihre Standpunkte zu den beiden Themen sind erstens „Asyl ist ein Grundrecht und kennt keine Obergrenze. Wir dürfen nicht die Geflüchteten bekämpfen, sondern die Ursachen! Eine europäische Festung kann nicht das Ziel sein. Wer flieht, braucht Hilfe!“ und zweitens „Wer soll die Welt verändern, wenn nicht wir? Eine Demokratie lebt von ihren Bürgerinnen und Bürgern. Unsere Zukunft dürfen wir nicht anderen überlassen, sondern müssen sie selbst gestalten!“

Von den Jusos der Jugendorganisation der SPD kommt ebenfalls der Vorsitzende der Oberbayerischen und Traunsteiner Jusos, Josef Parzinger. Seine Standpunkte zu den beiden Themen sind: „Flüchtlinge sind Menschen wie du und ich. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben in Frieden und Sicherheit zu leben. Es wäre unmenschlich, wenn wir Menschen in der Not an den Grenzen abweisen.“ und „Dass junge Menschen Politikverdrossen sind, finde ich nicht. Ich denke junge Leute sind eher Parteiverdrossen. Hierfür müssen sich auch die Parteien verändern. Deswegen bin ich bei den Jusos.“

Von der Jungen Union Traunstein ist der Vorsitzende Konrad Baur zu Gast. Seine Meinungen zu den Themen sind: „Um das Asylrecht zu stärken, darf keine Willkommenskultur vorgespielt werden. Flüchtlingspolitik und Zuwanderungspolitik sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel.“ Zu dem Thema „Politikverdrossenheit!?“ sagt Konrad Baur: „Wer nicht zur Wahl geht, darf sich nicht beschweren! - Laut und unkontrolliert zu schreien ersetzt noch keine politische Diskussion!“

Die Jungen Liberalen vertritt der Landesvorsitzende Lukas Köhler. Zur Flüchtlingskrise sagt er: „Wir haben keine Flüchtlingskrise, wir haben eine Nazikrise. Wir feiern bald ein Fest das von Flüchtlingen handelt und sollen selber nicht helfen können? Aber langfristig kann nur Stabilität in den Herkunftsländern dafür sorgen, dass die Menschen in Frieden und Freiheit leben können.“ Über Politikverdrosenheit denkt Lukas Köhler folgendermaßen: „Wir können junge Menschen nur begeistern, wenn wir den öffentlichen Raum wieder politisieren. Extremistischen Rattenfängern muss unsere Ideologie aus Freiheit, Mut und Verantwortung entgegengehalten werden. Damit Politik wieder interessant wird brauchen wir eine Streitkultur, die die Ewiggestrigen argumentativ in ihre Schranken weist.“

Die Statements der Vorsitzenden werden im Vorfeld an den Schulen verteilt, um sich Gedanken zu den Themen machen zu können. Die Diskussion findet nicht wie so oft als Podiumsdiskussion statt, sondern als“ Fishbowl“. Der Aufbau der Bestuhlung besteht hier aus einem kleinen inneren Stuhlkreis und einem größerem äußerem Auditorium. Der innere Stuhlkreis besteht aus fünf Stühlen. In diesem Kreis wird diskutiert. Wenn jemand aus dem Auditorium einen Beitrag zu der Diskussion hat kann dieser aufstehen und jemand im inneren Stuhlkreis austauschen, in dem er sich hinter diesen stellt. Hans Glück der Geschäftsführer des Kreisjugendrings meint hierzu: „Dies hat den Vorteil, dass niemand zu einer Menge sprechen muss sonder zu den Personen im Kreis sprechen kann und so auch rhetorisch schwächere zu Wort kommen können. Mit dieser Methodik wollen wir junge Menschen zu wichtigen Themen noch besser zu Wort kommen lassen.“ Q3 – Quartier für Medien Bildung Abenteuer unterstützt die Veranstaltung durch die Jugendredaktion, die am Johannes Heidenhain Gymnasium angesiedelt ist. Diese führen vor Ort Interviews mit den Schülern und Besuchern der Veranstaltung durch.

Pressemitteilung Kreisjugendring Traunstein

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