Ois bleibt wia's is - Heiter-besinnliche Verserl in Bairischer Mundart Karl-Heinz Austermayer zu Gast auf dem Samstagsbrettl

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Karl-Heinz Austermayer liest aus "Wia`s Leb`n so spuit..."

Seeon-Seebruck - Die Winterpause für das „Samstagsbrettl“ des Naturwelt Chiemsee e.V. wurde schon am 19.03.16 mit der Kuckucksbalz der Kesslfligga beendet. Etwa alle 14 Tage wird es jetzt wieder in Esbaum bei Seebruck mittags um Elf einen Kunstgenuß geben. Beim 26. Samstagsbrettl war jetzt der Grabenstätter Mundartdichter Karl-Heinz Austermayer in Esbaum bei Seebruck zu Gast und brachte Verserl und Geschichten aus seinen drei Büchern mit.

Der Regional-Autor Karl-Heinz Austermayer war in Bayern erst als Grenzpolizist, später als Verkehrspolizist auf der Autobahn und schließlich im Fortbildungsinstitut in Ainring tätig. Grad vor einem Jahr wurde er in den Ruhestand entlassen. Mit seinen Verserl und Geschichten erzählt Austermayer augenzwinkernd „lauter wahre Geschichten, die wirklich so passiert sind“ – oder so passiert sein könnten oder so erzählt worden sind. Die Schreiberei diente ihm jedenfalls immer wieder als „guter Ausgleich“ zur Polizeiarbeit. „Damit konnte ich gewisse Sachen einfach besser verarbeiten“. Vorlagen fand und findet Austermayer überall um sich herum, beim Arzt, beim Wirt, im Gschäft, auf der Straße und freilich auch in der eigenen Familie.

So gibt es viele lustige Geschichten und Verserl über Verwechslungen und Missverständnisse, alle möglichen und unmöglichen Missgeschicke wie sie im täglichen Leben halt passieren, Erzählungen für jede Jahreszeit, Berichte vom Strand und vom Wandern und so mancher erkennt sich vielleicht wieder, wie beispielsweise der Reisende bei der Autobahnidylle im Stau oder bei der Gschicht vom Gwicht. Interessant sind auch Austermayers Erklärungen über die Liab und warum es wichtig ist, dass es „Bixnmacher“ gibt. Ob es bald ein neues Bücherl geben wird, konnte der Mundartdichter noch nicht sagen. Es fehlt ihm im Ruhestand ein wenig die Zeit, meinte er. Das Publikum der kleinen aber feinen Bühne der Naturwelt Chiemsee war jedenfalls total begeistert, verlangte nach mehr Geschichten und so manches Bücherl ist dann auch mit heim gegangen.

Weiter geht’s in der Naturwelt Chiemsee am Samstag, 16.04.2016, pünktlich um elfe beim Samstagsbrettl mit der Vachendorferin Angelika Dolores Nistler. Die pensionierte Lehrerin liest Texte von Erich Kästner. Am 30.04.2016 gibt es dann ein verlängertes Samstagsbrettl mit „Two to Swing“ und einer größeren Veranstaltung zum Frühjahrsbeginn. Bei „Jazz im Treibhaus“ wird es wieder urgemütlich. Achten Sie auf die Programmankündigung. Der Eintritt ist jeweils frei. - Und wer sich traut, selber einmal bei der Naturwelt seine Kunst zu präsentieren, der kann sich bei Jochen Nistler, Tel.: 0170/3577620 melden

Und wer sich traut, selber einmal bei der Naturwelt seine Kunst zu präsentieren, der kann sich bei Jochen Nistler, Tel.: 0170/3577620 melden

Der Dichter: Austermayer ist 1954 in Bernhaupten geboren, hat sich in seiner Jugend viel in Vachendorf „herumgetrieben“ und ist schließlich in Grabenstätt gelandet. Der pensionierte Polizeibeamte und Großvater hat schon in den 70ern Verserl für Geburtstage und andere Feste geschrieben. 1982 kam Franz Ringseis von den Münchner Turmschreibern ins Schloß nach Grabenstätt und las dort vor einem kleinen Publikum vor. Daraufhin packte es auch den Austermayer. Er begann seine Verserl, die überwiegend auf das echte Leben gründen, zu sammeln, aufzuschreiben und schließlich im Eigenverlag zu drucken. Auch sein Freund und Kollege Franz Wirth riet ihm dazu. - Vier Jahre später war es dann soweit. Alles begann 1986 mit dem Bücherl „Wias`s Leb`n so spuilt…“, das sogar mehrfach wieder aufgelegt werden musste. Im November 1992 legte Austermayer nochmal nach und legte „Ois bleibt wia`s is`…“ auf“. In beiden Büchern begleiten Zeichnungen von Franz Wirth die Geschichterln. Im Oktober 1996 erschien zum 10jährigen Dichterjubiläum „Wenn`s Christkindl kimmt…“. Bei denen, die Weihnachten nicht nur über Geschenke herfallen, sondern auch in aller Ruhe die eine oder andere Geschichte vorlesen eine wahre Schatzgrube. Dazu gibt es wunderbare Zeichnungen von Renate Popetz. Seine Bücher vertreibt der Grabenstätter selber und von den Einnahmen geht so mancher Euro auch an die Kinderkrebshilfe, für die er schon öfter gespendet hat. Eine Homepage hat Austermayer nicht, aber über Email K-H.Austermayer@gmx.de kann man ihn schon erreichen.

Pressemitteilung Naturwelt Chiemsee - PON

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