„Schatten über dem See“ Anke Syring war Gast beim Samstagsbrettl in der Naturwelt Chiemsee e.V.

Aus „La Chimera“ wurde „Schatten über dem See“

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Bettina Nistler begrüßte die Autorin Anke Syring auf dem "Samstagsbrettl"

Seeon-Seebruck - Nicht zum ersten Mal war ein Autor aus der Region auf dem „Samstagsbrettl“ der Naturwelt Chiemsee in Esbaum. Diesmal fesselte Anke Syring das Publikum mit ihrem Kriminalroman „Schatten über dem See“. Besonders ihren freien Erzählungen zur Geschichte des Buches waren spannend. Ihre eigene Begeisterung übertrug sich auf die Zuhörer. Dazu der Chiemgau-Autor Christoph Rollfinke: „Die Figuren waren gut gezeichnet und die Szenen lebendig geschildert. In den Passagen, die sie vorgetragen hat, waren keine Längen drin!“

In den Pausen war Gelegenheit die Federzeichnungen des Bad Endorfers Manfred J. Burkes zu betrachten. So waren diesmal gleich zwei Künstler in Esbaum bei Seebruck. Schon seit dem Hosta - Tag am 25.06.16 stellt der Zeichner Burkes seine Federzeichnungen im kleinen Kunstraum der Naturwelt Chiemsee aus. Die Darstellung der Bergwelt passte szenisch gut zum Gardasee-Krimi.

Anke Syring, Jahrgang 1944, wuchs in München auf. Nach dem Schauspielstudium spielte sie Theater und stand vor Film- und Fernsehkameras. Eine langjährige Tätigkeit als Dozentin für Theaterpädagogik, Puppenbau und Puppenspiel folgte; danach zog sie sich als freischaffende Autorin, Malerin und llustratorin zurück. Fast 20 Jahre lebte sie in Italien am Gardasee, wo sie sogar zweimal mit dem Premio Speciale in der Kategorie Poesia in Italiano ausgezeichnet wurde.

Wie bei den meisten Autoren begann das Schreiben im Jugendalter mit Gedichten und Zeichnungen. So richtig ernst wurde die Schreiberei als Anke Syring ihren Reiterhof aufgab. Mit „Reitsport mit Liebe und Verstand“ startete sie 1983 als Schriftstellerin. Irgendwann, vielleicht nach ihrer Rolle im Fernsehkrimi „Derrick – die Stimme“ 1988, folgte die Idee zu einem eigenen Krimi. Mit dem Arbeitstitel „La Chimera“ saß Syring zum ersten Mal an einem Computer. Jede Idee schrieb sie aber mit der Hand in einen Block, den sie immer bei sich hatte, übertrug alles in ein Skript und brachte schließlich mit Hilfe eines Freundes alles in den Computer in Form. Vor allem die Recherchen, aber auch ein Trauerfall in der Familie und dann auch noch der Tod dieses Freundes verzögerten das Buch um Jahre, die es brauchte, bis die fertige Geschichte schließlich mit dem Kölner Emons-Verlag als Buch erscheinen konnte.

Viele Bayern kennen den Gardasee bald so gut wie unser Bayerisches Meer. Und so fällt es eh nicht schwer, der spannenden Erzählung Anke Syrings gebannt zu folgen. Der Phantasie stehen alle Türen offen. Der Gardasee steht auch im Mittelpunkt des Kriminalromans. Es beginnt zuerst ganz beschaulich kurz vor den Osterfeiertagen: die Autorin führt uns in ein kleines Bergdorf am Westufer des Gardasees, das mit einem Seeblick irgendwo zwischen Salò und Gargnano liegt. Die Touristen sind noch nicht angekommen.Das Alltagsleben plätschert ruhig dahin. Klatsch und Tratsch einiger älterer Dorfbewohnerinnen füllen die idyllische Frühlings-Szenerie. Doch plötzlich bricht das schlechte Wetter ein und damit beginnt die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch beunruhigend, am Ende sogar etwas unheimlich zu werden. Paul, ein deutscher Journalist ist spurlos verschwunden. Eine Steinlawine soll ihn in den Tod gerissen haben. Der Münchner Tonio Mazzi, Freund und Kollege von Paul, hat Zweifel an der Identität des Toten. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, und bald schon werfen seine Entdeckungen ein ganz anderes Licht auf die tragischen Vorfälle am Gardasee – und in die Abgründe der menschlichen Seele...

Anke Syring hat uns anvertraut, dass sie bereits eine neue Idee für eine spannende Geschichte hat. Sie sucht aber noch an einer überraschenden Lösung der Geschichte. Mehr wollte sie uns mit einem Augenzwinkern nicht verraten. Das Publikum und wir freuen uns schon auf ihren nächsten Auftritt in der Naturwelt.

Pressemitteilung Naturwelt Chiemsee - PON

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