Bürgerfragen in Traunreut beantwortet

Bauprojekte und Volksfestplatz standen im Mittelpunkt

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Traunreut - Zum dritten Mal stellten sich die Freien Wähler mit Bürgermeister Klaus Ritter und den FW-Stadträten unter dem Motto Wo drückt der Schuh“ den Fragen der zahlreich erschienenen Traunreuter Bürger. Diese machten davon rege Gebrauch. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Umgestaltung der Frithjof-Nansen-Straße und des Rathausplatzes sowie die Suche nach einem neuem Volksfestplatz.

Zu Beginn seines Berichtes aus der Stadtratsfraktion ging der stellvertretende Fraktionssprecher Konrad Unterstein auf die Stadtratsentscheidungen ein, die z. T. in der Bevölkerung für Diskussionen sorgten: Die Umgestaltung Rathausplatzes (Pflasterung der wassergebundenen Fläche, die Eichenpflanzung zu Ehren Josef Beuys, Fahrradständer an der Marienstraße, Ladestation für E-Bikes, das Schulprofil Inklusion an der Sonnenschule in St. Georgen, die Nutzungsänderung des Lebenshilfe-Gebäude (Porschestraße) für die Flüchtlinge, die Fristverlängerung bis 30. November für die Anmietung von Räumen im Trauna-Center für die Stadtbücherei (alle Zustimmungen sind nun da), das geplante Stadtmuseum (Entscheidung in 5 Jahren), die Abrechnung Traunring-West nach Ausbaubeitragssatzung (die schriftliche Urteilsbegründung der Verhandlung des Verwaltungsgerichts München liegt noch nicht vor) und die Umgestaltung der Nansenstraße. Dazu erklärte Bürgermeister Ritter anhand eines Lageplans, wie die Nansenstraße künftig aussehen soll. So sollen auf Höhe der ehemaligen Bäckerei Rieger für die Sommermonate zwei Parkplätze zugunsten eines Cafés wegfallen, welche dann in Richtung Schule hinzukommen sollen. Zwischen Pestalozzistraße und Martin-Luther-Straße soll eine Parkbucht für Busse entstehen. Der linke Gehsteig in Richtung Siemens-Straße fällt weg, während der rechte Gehsteig breiter wird. Nach dem Willen von Bürgermeister Ritter sollen die Besucher des Museums Maximum künftig auf dem Gelände des Museums parken. Die Firma Heidenhain soll auf ihrem Gelände eine Haltespur für unangemeldete Anlieferer erhalten. In der Diskussion steht derzeit noch, ob die Linksabbiegespur in die Werner-von Siemens-Straße benötigt wird. Die FW-Fraktion will sich, laut Fraktionssprecher Ernst Biermaier, für die Linksabbiegespur verwenden. Für den Bereich auf Höhe der Schule regte Ritter eine Art „Spielstraße“ an, bei der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sein sollen und was in Memmingen sehr gut funktioniert. Der Baubeginn soll 2017 sein.

Zu Beginn der Diskussion wollte Werner Heuberer von der Lenkungsgruppe wissen, wie der Stand der Dinge im Munapark ist. Bürgermeister Ritter erklärte dazu, dass bis Ende des Jahres die baurechtlichen Dinge durch den Investor geklärt werden.

Adolf Trenker sprach die Funktionsschirme auf dem Rathausplatz an, die von den meisten Traunreutern abgelehnt werden, aber aufgrund einer Mehrheitsentscheidung des Stadtrates bleiben. Werner Heuberer regte dazu an, zwei der 5 Schirme zu entfernen und die Schirme umzudrehen, so dass mehr Platz zur Verfügung stehen würde. Herr Zecher bezeichnete die Schirme als einen „gestalterischen Fehlgriff“ und Josef Blank forderte eine Planung mit Hand und Fuß für die nächsten 20 – 30 Jahre. Bürgermeister Ritter sagte dazu, dass es sehr viel teurer wäre, die Schirme zu entfernen, als die Rückzahlung der Zuschüsse in Höhe von 15000 Euro an die Regierung von Oberbayern. Die wassergebundene Fläche wird für die Pflasterung überplant und des kann dann durchaus sein, das die Funktionsschirme an nochmal Thema im Stadtrat werden. Die Schaffung einer Kurzparkzone auf dem Rathausplatz (Parkplatz bei Bäcker Lehrbach) regte Herr Lohr an, da viele Parkplätze durch Dauerparker belegt werden. Hierzu merkte Ritter an, dass dieser Bereich nie als Parkplatz ausgewiesen wurde, sondern eine Feuerwehrzufahrt ist und verwies darauf, dass es zahlreiche Parkplätze in der Stadt gibt (u. a. beim K1) und durch die Neugestaltung des Munaparks noch mehr Parkplätze geschaffen werden. Ernst Biermaier regte dazu die Schaffung eines Parkinformationssystems an.

Herr Bayerl wollte wissen, ob die Westendstraße Einbahnstraße werden zur soll. Zu dem befürchtet er, dass im Zuge des Baus zweier Wohnblöcke auf dem Michael-Lohs Gelände ein Parkplatzproblem entstehen könnte und ob deswegen der Abwasserkanal neu verlegt wird muss. Er regte an, ob man statt den Bau von Wohnblöcken (insgesamt 15-16 Wohnungen) aus diesem Gelände ein Naherholungsgebiet manchen könnte. Außerdem zeigte er sich enttäuscht darüber, dass die Anlieger nur unzureichend informiert worden sind. Dies wies Bürgermeister Ritter zurück, da über dieses Bauvorhaben des Öfteren in der Heimatzeitung berichtet wurde und auch die Baupläne z. T. schon seit einem Jahr im Rathaus auslagen. Ein Naherholungsgebiet ist auf diesem Gelände nicht geplant, da es ein solches bereits beim Schneckenberg gibt. Zu den Parkplätzen sagte er, dass der Bauträger die nötigen Parkplätze nachweisen muss und zu diesem Bauvorhaben sowieso eine Tiefgarage gehört. Ritter regte an, dass man den Teil der Westendstraße zwischen Westweg und Einmündung Traunring zur Einbahnstraße erklären könnte.

Der Initiator der Online-Petition Volksfest in Traunreut, Florian Brandl, der zwischenzeitlich mit ausgelegten Unterschriftslisten ca. 500 Unterschriften gesammelt hat, wollte wissen, wie es mit Volksfest künftig weitergeht. Dieses Jahr soll in der Innenstadt ein dreitägiges Stadtfest mit einer Wein-/Bierzelt Kombination durchgeführt werden. Dazu gibt es noch die Volksfestgruppe, die sich mit der Suche nach einem neuen Festplatz beschäftigt. Josef Blank meinte dazu, dass mittelfristig ein Platz zur Mehrfachnutzung (Volksfest, Ausstellungen oder auch als LKW-Parkplatz) geschaffen werden sollte.

Pressemitteilung der Freien Wähler Traunreut

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