Wohnen in Traunstein

Bedarf an günstigen Wohnungen in Traunstein steigt

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Traunstein - SPD Traunstein begrüßt das neue Wohnbau-Förderprogramm

„Wohnen in Traunstein ist ein immer wieder aktuelles Thema“, das sagte die Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner beim SPD-Sommergespräch von Stadtratsfraktion und Ortsvorstand. Vor allem sei die Nachfrage nach Wohnungen mit günstigen Mieten stark gestiegen. In Traunstein sei die Wohnungsnot nach dem Krieg erst in den 90iger Jahren behoben worden, wozu unter anderem die Wohnbau-Genossenschaft Haidforst einen wichtigen Beitrag geleistet habe, ergänzte Altoberbürgermeister Fritz Stahl. „Wohnungen sind Grundbedürfnisse wie Essen und Kleidung – nicht umsonst ist das Recht auf angemessene und bezahlbare Wohnungen in der Bayer. Verfassung genannt, leider aber nicht im Grundgesetz verankert“, betonte er. Ein guter Weg sei eine Kooperation von Genossenschaft und Kommune, wie es in Traunstein schon praktiziert wird. Nachdem in den vergangenen Jahren die staatliche Förderung des sozialen Wohnungsbaus praktisch eingestellt wurde, werde jetzt endlich wieder ein Wohnungsbau-Förderprogramm des Freistaats Bayern aufgelegt, so Stahl. Wohnungsbau sei nämlich seit zehn Jahren Ländersache. Aktuell wolle sich der Bund aber wieder verstärkt einbringen, wie Bundesbauministerin Barbara Hendricks angekündigt habe.

Stadtrat Peter Forster, Mitglied des Bauausschusses, berichtete, dass sich das neue Förderprogramm speziell an Kommunen richtet, um durch Fördergelder und günstige Kredite der Wohnungsnot zu begegnen und die Vormerklisten abzubauen. Allerdings seien maximale Wohnungsgrößen vorgesehen, auch dürften die zukünftigen Mieter ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten, wenn sie sich für eine solche geförderte Wohnung bewerben. Auf jeden Fall würden die neuen Wohnungen in Mehrgeschosshäusern - anders als in vergangenen Jahrzehnten – mit Aufzügen ausgestattet sein. So entstehen echte „Mehrgenerationen-Häuser“.

Die Traunsteiner SPD habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder dafür eingesetzt, dass auch bestehende Wohnungen mit staatlicher Hilfe mit Aufzügen nachgerüstet werden, leider ohne Erfolg; daran erinnerte Traudl Wiesholler-Niederlöhner. Viele der Mieter brauchen wegen ihres Alters oder ihrer Gesundheit Wohnungen, die nicht nur über Treppen, sondern auch über Aufzüge erreichbar sind. Diese könnten sich die Mieten in neueren Häusern oft nicht leisten und seien daher auf öffentlich geförderte Wohnungen oder Genossenschaftswohnungen angewiesen. Da sei leider lange Zeit nichts geschehen. „Deshalb begrüßt es die Traunsteiner SPD, dass Wohnen in Mehrgeschosshäusern für Kommunen jetzt wieder vom Staat gefördert wird“, erklärte die Dritte Bürgermeisterin. Für die neuen Wohnungen sollten sich natürlich auch die Mieter bewerben können, die schon bisher in städtischen Wohnungen gelebt haben, wenn sie die Einkommensgrenzen erfüllen. Dafür wird ihre bisherige Wohnung frei. Sollten sie die Einkommensgrenzen überschreiten, aber aus gesundheitlichen Gründen dringend auf einen Lift angewiesen sein, sollte eine Härtefallregelung möglich sein, regte die Stadträtin an. Hier biete sich ein Wohnungstausch an.

„Traunstein ist auf einem guten Weg“, erklärte dazu Oberbürgermeister Christian Kegel. Die Stadt plant im Wohngebiet Haidforst den Bau eines Mehrgeschoss-Wohnhauses mit ca. fünfzehn Wohnungen. Außerdem verfüge die Stadt über vierhundert städtische Wohnungen, die ständig saniert und auf den energetisch neuesten Stand gebracht werden, ohne dass die Mieten drastisch erhöht würden. Die Wohnbaugenossenschaft Haidforst habe bereits ein Wohnhaus mit sechzehn Wohnungen neu errichtet, ein weiteres mit dreißig Wohnungen sei geplant. Auch im privaten Wohnungsbau setzt sich der Geschoss-Wohnungsbau wieder mehr und mehr durch, so dass in nächster Zeit in Traunstein wieder mehr Wohnungen im Stadtgebiet neu entstehen werden, so der Oberbürgermeister.

Wohnungsbau-Förderprogramm des Freistaats Bayern

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