Freie Wähler füllen den Saal im Brauereigasthof Martini

Über 150 Bürger auf Veranstaltung „Wo drückt der Schuh“ der Freien Wähler Traunreut

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v.l.n.r. Bürgermeister Klaus Ritter, stellv. Vorsitzender Konrad Unterstein und Fraktionsvorsitzender Ernst Biermaier im Gespräch mit den Anwesenden

Traunreut - Stein an der Traun. Die Freien Wähler führen regelmäßig Veranstaltungen durch bei denen der Bürger das Wort hat. „Wo drückt der Schuh?“, nennt sich diese Veranstaltungsreihe. Alle Stadträte der Freie Wähler Stadtratsfraktion sowie Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter stellen sich hier den Fragen, Anregungen und Kritiken der Bürger.

In Stein an der Traun fand die Veranstaltung im Brauereigasthof Martini statt. Dass der Schuh hier gewaltig drücken musste, zeigte die Tatsache, dass sich ca. 150 Leute eingefunden hatten. Die Vorsitzenden Kai-Holger Seidel und Konrad Unterstein waren überrascht von der großen Besucherzahl und organisierten die Veranstaltung auf die Schnelle vom Nebenraum in den Saal um.

Zu Beginn referierte Bürgermeister Ritter über die Neuigkeiten beim Hochwasserschutz Fasanenjäger. Mit Hilfe einer Präsentation, in der einige Bilder zur Verdeutlichung gezeigt wurden, veranschaulichte er die Probleme und Lösungsvorschläge. Da zu diesem Thema keine Fragen auftauchten, war dieses Thema relativ zügig abgehandelt.

Beim zweiten Thema in seiner Vorstellung handelte es sich um die Wohnbauausweisung „Traunfeld III“. Der Stadtrat entschied sich im September mit knapper Stimmenmehrheit, Bauland für ca. 16 Einzelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser im Anschluss an die bestehende Wohnsiedlung auszuweisen. Die Anwohner sind mit dieser Entscheidung alles andere als glücklich und so wurde sogar eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Was die Bürger widerstrebt, ist die fehlende zweite Erschließungsstraße. Bisher ist alles über die Bahnhofstraße angebunden, als einzige Zu- und Abfahrt. Bei einem Unfallszenario, womöglich mit der kreuzenden Bahn, bestünde keine Möglichkeit rein oder raus zu kommen, so die Sorgen der Bewohner. Auch die Feuerwehr hätte dann keine Chance zu einem Notfall in die Siedlung zu gelangen. Ein Besucher schilderte die bestehende Situation mit Engstellen und zum Teil fehlenden Gehsteigen. Anhand dieser Beispiele sollte verdeutlicht werden, dass die Verkehrssituation in der Siedlung nicht mehr zeitgemäß sei. Im Winter, wenn Schneehaufen liegen, ist die Situation noch deutlich verschärft, ergänzte Christa Auer, Sprecherin der Bürgerinitiative. Roland Mittermeier, weiterer Sprecher der Bürgerinitiative, hatte noch weitere Argumente vorgetragen. Die Bewohner verjüngen sich und die Verkehrsbelastung wird dadurch stetig zunehmen, so eine seiner Ausführungen. Des Weiteren erinnerte er auch an die noch bestehenden offenen Baulücken, die erst geschlossen werden sollten, bevor man ein neues Gebiet ausweißt. Reinhard Piehler vom Arbeitskreis Verkehr machte deutlich, dass sich der Arbeitskreis nur für eine Gebietserweiterung aussprechen werde, wenn auch eine weitere Zu- und Abfahrt bestehe. Ein weiterer Dorn im Auge der Anwohner ist der zu erwartende schwere Baustellenverkehr. „Wer bezahlt dafür wenn die Straße repariert werden muss?“, fragte eine besorgte Anwohnerin. Bürgermeister Ritter erkläre daraufhin, dass in solchen Fällen die Anwohner bezahlen müssten, sollte die von einem Gericht abgelehnte Abschaffung der Straßenausbaubeitragsatzung rechtskräftig werden. Die Erschließungskosten für das Neubaugebiet werden ausschließlich auf die neuen Bewohner umgelegt, so der Bürgermeister. Die beiden Vorsitzenden Kai-Holger Seidel und Konrad Unterstein schrieben alle Anregungen, Vorschläge und Kritiken mit. Wir werden das gesammelte Material im Stadtrat bearbeiten, versprach Ritter.

Zum Abschluss des Abends ergaben sich noch einige Gespräche zwischen den Stadträten der Freien Wähler und den Bürgerinnen und Bürgern. Hier konnten auch noch einmal einige Verständnisfragen geklärt werden, freute sich ein Besucher. Ein Lob bekam der Bürgermeister für seine offene Art, um mit den Bürgern zu diskutieren.

Pressemitteilung Freie Wähler Traunreut e.V.

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