Tosender Applaus im Zelt der Naturwelt Chiemsee in Esbaum bei Seebruck auf dem Gelände der Chiemsee-Gärten

Brandner Kaspar: „I hob no koa Zeit zum Sterbn“

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Der Brander verführt den Boandlkramer mit seinem Kirschgeist

Seeon-Seebruck - Die G`Schicht vom Brandner Kaspar in der Version der Kunstwerkstatt Kesslfligga aus Vachendorf war ein voller Erfolg. Der Boandlkramer ist ganz überrascht, als ihm vom Brandner Kirschgeist angeboten wird. So freundlich wurde er noch nie empfangen stellt er dazu fest. Und dann nimmt alles seinen Lauf..

Auf kleinster Bühne im beheizten Zelt saßen die Zuhörer eng beinander, die im Lauf des Spiels zu Teilnehmern wurden. Da war man plötzlich mittendrin und erlebte alles hautnah mit. Am Ende war das Publikum mit dabei, als der Brandner dann doch vor dem Porter stand und sich entscheiden sollte, ob er denn nicht doch schon früher ins Paradies möchte. So mancher war dann selbst der Brandner und traf für sich selbst die Entscheidung.

Der Ritter Franz von Kobell schrieb 1871 die G´schicht vom Brandner Kaspar und mancher kennt die Erzählung vielleicht in einer Schwarz-Weiß-Version des Fernsehens. Viele haben sich an dieser Geschichte schon versucht. Bayrisch war sie immer. Kobell hätte ganz bestimmt seine Freude an der Version der Kesslfligga gehabt.

Seit vielen Jahren treten auch die Kesslfligga Bettina und Jochen Nistler immer wieder auf und jedem, der sich überlegt, ob er auch mal die Version der Vachendorfer erleben will, dem sei versprochen, dass er sich damit etwas ganz besonders Gutes tut. Humor und Schauder, aber auch Glücksgefühl vermischt mit Ergriffenheit sind in den 2 x 45 Minuten garantiert. Nicht selten gibt es nasse Augen. Und immer tosenden Applaus. Die Kesslfligga-Interpretation ist tatsächlich einzigartig und besonders.

Es gibt im Stück mehrere Rollen, den Erzähler, den Porter (Petrus), eine brave Sennerin, den Boandlkramer und natürlich auch den Brandner. Und in der Hauptrolle natürlich der Gras Ober und der Kirschgeist, ohne die die Geschichte gar nicht erst so weit gekommen wäre. Alle andern Rollen werden von den beiden Kesslfliggan im fliegenden Wechsel gespielt. Dazu gibt es zwischendrin immer wieder Lieder, die mit Gitarre, Maultrommel und Sense Begleitung haben. Alles in bestem 1871er Bayrisch. Trotzdem können auch Nichtbayern der Geschichte folgen.

Den Boandlkramer, den Petrus (da Porter) und den Erzähler in einer Person gibt der Jochen Nistler. Bettina Nistler ist der gute Brandner Kaspar, der sich mit List und Tücke gegen den Tod wehrt. Einmal kommt sie als Sennerin daher und steht vor dem Porter und auch sie erklärt den Ablauf mal als Erzählerin. Zwischendrin zieht sie sich von der Bühne zurück, spielt im Hintergrund die Maultrommel oder wetzt die Sense. Insgesamt ein tolles mitreissendes Meisterwerk. Die Kesslfligga haben versprochen. Der Brandner kommt nochmal. Dann muss man dorthin.

Pressemitteilung Naturwelt Chiemsee - PON

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