AKO hilft in Afrika Flucht aus Armut einzudämmen

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AKO baut mit Einheimischen Wasserleitungen am Kilimandscharo

Seit vielen Jahren engagiert sich der Aktionskreis Ostafrika in Tansania und baut mit Spendenmitteln neben Krankenstationen, einem Musterkrankenhaus, Schulen und Kindergärten auch Strom- und die so überlebenswichtigen Wasserversorgungen. Doch trotz der jahrelangen Arbeit macht das Thema Armutsflüchtlinge, was dieser Tage die ganze Welt beschäftigt, auch vor dieser Region nicht Halt.

Im wachsenden Sahel- und Steppenbereich der Kilimandscharo Region Tansanias ist Wasser das kostbarste Gut. Zwar regnet es in den Staulagen der Berge ab, das Wasser gelangt schließlich aber kaum in diese unwirtschaftliche Gegend der Masaisteppe. Die mühsame Arbeit, das Wasser täglich aus Brunnen, einer Quelle oder einem dort endenden brackigen Wassergraben in Eimern teilweise 14 Kilometer nach Hause zu tragen, führt nicht selten zu einer Abwanderung der jungen Bewohner. Der Wunsch, aus dieser selbst für ein ärmliches Leben aussichtslosen Gegend zu entfliehen, wächst vor allem in der jungen Bevölkerungsschicht.

Doch der Zuzug dieser Landflüchtlinge in die Großstädte wie Dar es Salaam ist problematisch. Teilweise besitzen die Landbewohner weder Schulbildung noch eine Ausbildung. Daher bleibt die Situation auch in den Städten hoffnungslos und endet nicht selten in Slums mit hoher Kriminalitätsrate oder eben auf dem langen Weg über das Mittelmeer, mit der Hoffnung sein Glück irgendwo in Europa zu finden. Die tansanische Regierung ist sich dieser Problematik wohl bewusst und so bat man unter anderem auch den im Aufbau von kleinen Infrastrukturprojekten erfolgreichen Aktionskreis Ostafrika e.V. aus Traunstein (AKO) um Unterstützung beim Bau von dringendst notwendigen Wasserversorgungen, um so die Bewohner an ihr angestammtes Stück Land zu binden. So gelang es dem Aktionskreis mit ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit in den letzten Jahren durch den Bau von Quellfassungen und Flussausleitungen am Berg mit mehr als 56 Kilometern Leitungslänge, ca. 25.000 Bewohner verschiedener Dörfer mit Wasser zu versorgen. Dies führte zu zahlreichen Neuansiedlungen in diesen Gebieten, so dass neue Probleme nicht lange auf sich warten ließen, denn wieder wurde das Wasser knapp. Und so trat das Wasseramt Moshi mit einer weiteren Bitte an den Aktionskreis Ostafrika heran.

Im Randgebiet des Kilimandscharo soll durch den Bau einer weiteren Quellfassung, eines großen Vorratstanks sowie einer wegen des exponierten Geländes langen und teuren Stahlleitung die fehlende Trinkwassermenge bereitgestellt werden. So können die Dörfer sowie neu geplante Ansiedlungen von Landflüchtlingen ausreichend versorgt werden. Mit Finanzierungshilfen der Bundesrepublik Deutschland und Spendengeldern haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Aktionskreises auch dieses Projekt in Angriff genommen. Nach Fertigstellung sollen dadurch weitere ca 16.000 Bewohner versorgt werden. Parallel dazu ist eine zweite solarbetriebene Tiefbrunnenanlage in der Masaisteppe geplant. Sobald dieses Projekt realisiert werden kann, ein entsprechender Spendeneingang vorausgesetzt, kann ca. 2.500 Menschen das Überleben in der karstigen Gegend erleichtert werden.

Verbunden damit ist auch die Unterstützung beim Bau von Kindergärten und Schulen. Bereits über 1.000 Kinder besuchen derzeit AKO Kindergärten. Der 15. wurde vor kurzem in Betrieb genommen, der 16. Kindergarten ist bereits in Planung. Und dennoch sind es noch immer viel zu wenige, um allen Kindern die benötigte Bildung zukommen zu lassen. So wichtig und hilfreich die Arbeit des Aktionskreises Ostafrika auch ist, sagt AKO Vorstand Hans Siemer, so bleibt sie doch ein Tropfen auf den heißen Stein. Fünf größere Wasserprojekte im südlichen Moshi Rural Gebiet am Fuße des Kilimandscharo wurden mit Hilfe der BRD und KFW, geplant, aber nur eines davon realisiert . Zu wenig, um die Landflucht von vielen Tausenden aus diesem Gebiet zu verhindern, so wird auch dieser Flüchtlingsstrom den Weg nach Europa suchen.

Pressemitteilung AKO-Aktionskreis Ostafrika e.V.,Traunstein

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