ADAC: Viele Schulbusse mit gravierenden Mängeln

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Der ADAC hat bei einer Stichprobe gravierende Mängel bei Schulbussen in ganz Deutschland festgestellt. Busfahrer fuhren viel zu schnell, Busse waren dreckig und Haltestellen zu weit weg von der Schule.

München - Der ADAC hat bei einer Stichprobe gravierende Mängel bei Schulbussen in ganz Deutschland festgestellt. Busfahrer fuhren viel zu schnell, Busse waren dreckig und Haltestellen zu weit weg von der Schule.

Das sind zumindest die Ergebnisse der zufälligen und nicht repräsentativen Stichprobe, die der ADAC am Mittwoch in München veröffentlichte. Auf dem letzten Platz landete die Buslinie 676 auf der Strecke Langwaden - Bensheim in Hessen - vor allem auch, weil die Fahrer selbst auf engen, unübersichtlichen Straßen zu schnell fuhren und damit “Kopf und Kragen riskierten“, wie es in der ADAC-Mitteilung hieß. Die Buslinie 861 im brandenburgischen Eberswalde ging als Testsieger hervor - vor allem deshalb, weil die Busfahrer freundlich waren und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten. ADAC-Testerinnen - allesamt weiblich - hatten für die Stichprobe inkognito 36 Schulbus-Strecken überprüft.

Ein knappes Viertel der Strecken fiel mit einem “mangelhaft“ durch, ein anderes Viertel hielt mit einem “gut“ dagegen. Der Rest erwies sich mit der Wertung “ausreichend“ als Mittelmaß. Als alarmierend bezeichnete der ADAC, dass es nur zwei überprüfte Strecken gab, auf denen die Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wurde. Den Spitzenwert lieferte nach Angaben des Automobilclubs ein Fahrer in Schleswig-Holstein auf der Linie 260 zwischen Lütjenburg und Schönberg: Er war mit 91 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs.

Einer seiner Kollegen brauchte dagegen zu lange: Er verfuhr sich auf der Strecke Kellinghusen - Itzehoe. Die Kinder kamen mit einer halben Stunde Verspätung in der Schule an. “Noch immer müssen unsere Kinder ihren täglichen Schulweg unter erschwerten Bedingungen zurücklegen“, so das ADAC-Fazit aus der Stichprobe. “Angesichts leerer Kassen werden sich die Verhältnisse in den kommenden Jahren allerdings nicht wirklich verbessern.“

dpa

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