Aktionsbündnis von Winnenden will Konsequenzen aus Ansbacher Amoklauf

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Schock und Trauer nach der Wahnsinnstat:  Schüler legen am Freitag (18.09.2009) in Ansbach auf dem Gelände des Carolinum-Gymnasiums Kerzen und Blumen zum Gedenken an den Amoklauf vom Vortag nieder.

Hamburg - Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat Konsequenzen aus der Bluttat von Ansbach gefordert. Die Lehrer müssten besser geschult werden, um psychische Probleme bei Schülern zu erkennen.

Gisela Mayer, die Sprecherin des Bündnisses, sagte am Freitag “Stern.de“: “Es müssen endlich Lehrer an allen Schulen zur Früherkennung befähigt werden. Sie müssen so geschult werden, damit sie die psychischen Probleme der Kinder sofort erkennen und reagieren können.“

In dem Aktionsbündnis sind die Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs von Winnenden organisiert. “Es ist falsch, dass man die Täter nicht im Vorfeld erkennen kann“, sagte Mayer, die ihre Tochter bei dem Amoklauf im März verlor. “Diese Amokläufer fallen nicht vom Himmel.“

Sie forderte auch die Verbesserung der Sicherheitssysteme an den Schulen. Langfristig gehe es aber darum, die Schüler zu einem respektvollen Umgang miteinander zu erziehen. “Problem- und Konfliktlösung muss an den Schulen geübt werden. Wir brauchen ein Fach Sozialkompetenz“, sagte sie. Der Amoklauf von Ansbach solle als Hinweis dafür dienen, “dass das Problem nicht beseitigt ist und wir unsere Anstrengungen noch mal intensivieren müssen“.

ap

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