Bizarres Taubenkonzert im Münchner Tierpark

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Im Münchner Zoo haben Tauben Musik gemacht.

München - Im Münchner Zoo haben Tauben Musik gemacht - und zwar nicht mit ihrem Gurren, sondern mit speziellen Instrumenten.

Taubenzüchter banden den Vögeln des Tierparks Hellabrunn am Samstag kleine Pfeifen und Glocken ins Schwanzgefieder. Mit den beim Fliegen entstehenden Geräuschen begleiteten die Tauben ein Bläserensemble des Passauer Leopoldinum-Gymnasiums und einen Kinderchor.

In Deutschland sind die Taubeninstrumente nahezu unbekannt. In China sollen Taubenzüchter aber schon vor Jahrtausenden entdeckt haben, dass die Flötentöne Greifvögel von Attacken auf Tauben abhalten, wie Tierpfleger Matthias Bartek erläuterte. Dass sich die Tiere an den Instrumenten stören könnten, schloss Bartek aus. Das bizarre Konzert wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesverband bayerischer Tonkünstler veranstaltet.

“Unser Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche an Musik heranzuführen“, sagte Geschäftsführerin Andrea Fink. “Wir finden, dass man das sehr gut in Verbindung mit den Tieren machen kann.“ Kinder seien schnell für eine Sache zu begeistern, sobald Tiere im Spiel sind. Ein Konzert mit Tauben sei sogar im Klassenzimmer denkbar, sagte Fink.

Wegen Regens fand der größte Teil des Konzerts im Elefantenhaus des Tierparks statt. Dort flatterten schneeweiße arabische Trommeltauben mit kleinen Glocken durch die Luft und landeten von Zeit zu Zeit auch auf den Köpfen der Besucher. Als ein Sänger begleitet von Taubengebimmel und Akkordeonklängen das Lied “Santa Lucia“ anstimmte, konnten auch die Elefanten nebenan nicht mehr stillhalten und trompeteten laut.

dpa

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