Bombenalarm in Halle: 20.000 Menschen evakuiert

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Patienten des St. Elisabeth Krankenhauses Halle (Saale) werden am Donnerstag evakuiert.

Halle - Katastrophenalarm hat die Stadt Halle nach dem Fund einer Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ausgerufen. Rund 20.000 Menschen müssen nun in Sicherheit gebracht werden.

300 bis 400 Patienten seien davon betroffen, wie Polizei und Stadt am Donnerstag mitteilten.

Augenzeugen berichteten von Schwerkranken auf den Gängen der Klinik, die auf ihre Verlegung in andere Kliniken warteten. Es herrschte dichtes Gedränge von Angehörigen, die sich nach ihren Verwandten erkundigten. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge fuhren vor.

Die Polizei riegelte die Gegend mit einem Großaufgebot ab. Ein Umkreis von rund 800 Metern um den Fundort sollte geräumt werden. Inzwischen werden auch 20.000 Menschen in der Innenstadt von Halle in Sicherheit gebracht. Das erklärte der Leiter des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse, Bernd Wiegand, am Donnerstag. Ein Kindergarten wurde bereits evakuiert. Der Einsatz behinderte auch den Verkehr stark. Eine Straßenbahnlinie wurde umgeleitet.

Der Blindgänger war am Morgen bei Schachtarbeiten entdeckt worden. Bis zum Abend sollen die Menschen wieder in ihre Wohnungen können, Notunterkünfte werden daher nicht eingerichtet. Auf die Region Halle mit ihren vielen Chemiestandorten waren im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Bomben abgeworfen worden, in den vergangenen Jahren wurden immer wieder Blindgänger entdeckt.

dpa

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