Ist Doppelmörder ein Dreifachmörder?

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Leipzig - Die Ermittlungen um den Doppelmord von Groitzsch ergaben, dass die Tatwaffe bereits vorher schon für ein Verbrechen benutzt wurde. Im April vergangenen Jahres wurde Tino L. damit getötet.

Die Ermittler haben sich unter Einbeziehung der Sachverständigen des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes eingehend mit der Auswertung und Begutachtung der gesicherten Spuren befasst.

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Insbesondere wurden auch mögliche Zusammenhänge des aktuellen Falls zu dem Mordfall Tino L. in Goitzsch im April 2009 geprüft. Die Untersuchungen des Bundeskriminalamts (BKA) zu der bei dem Beschuldigten bei dessen Festnahme am Mittwoch sichergestellten Schusswaffe und der Vergleich mit den jeweils sichergestellten Projektilen haben ergeben, dass diese Waffe sowohl für den Doppelmord am 28. August als auch für den Mord am 20. April 2009 Tatwaffe gewesen ist.

Der Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Doppelmörders

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraiburg

Dies belegt ein den Ermittlungsbehörden bereits vorliegendes vorläufiges Gutachten des BKA. Bei der sicher-gestellten Waffe handelt es sich um einen Revolver, Kaliber .357 Magnum. Die Ermittlungen haben damit einen weiteren wichtigen objektiven Beweis dafür erbracht, dass der Beschuldigte mutmaßlich der Täter des Doppelmordes ist.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig sieht im Ergebnis dieser Untersuchungen gegen Guido N. darüber hinaus auch den dringenden Tatverdacht des Mordes an dem damals 27-jährigen Tino L. im April 2009 begründet. Die Ermittlungen zu beiden Vorgängen werden nunmehr zusammen in einem Ermittlungsverfahren bearbeitet. Die Staatsanwaltschaft Leipzig wird voraussichtlich noch in dieser Woche beim Ermittlungsrichter des AG Leipzig einen neuen Haftbefehl gegen Guido N. wegen des dringenden Tatverdachtes des Mordes in drei Fällen beantragen. Der Beschuldigte hat sich bisher nicht zu den gegen ihn erhobenen Tatvorwürfen geäußert und von seinem Recht als Beschuldigter, keine Aussage machen zu müssen, Gebrauch gemacht. Dem Verteidiger des Beschuldigten wurde zwischenzeitlich durch die Staatsanwaltschaft Akteneinsicht gewährt. Die weiteren Untersuchungen und Ermittlungen dauern an.

Pressemeldung Staatsanwaltschaft Leipzig und Polizeidirektion Westsachsen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa, fib/Eß

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