Nach Horrorfilm  Bekannten getötet

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Mit 230 Messerstichen tötete ein 30-Jähriger seinen Bekannten.

Stuttgart - Weil er nach einem Horrorfilm „übelst genervt“ war, stach ein 30-Jähriger auf seinen Mitbewohner in einer Sozialunterkunft ein. Dieser starb.

Ein 30-jähriger Mann hat vor dem Landgericht Stuttgart gestanden, mit mehr als 230 Messerstichen einen Mitbewohner getötet zu haben. Das Opfer habe ihn genervt, sagte der Angeklagte am Freitag. „Mir war das alles zuviel. So ist es halt passiert.“ Der Staatsanwalt sagte, der Angeklagte habe aus Mordlust und in Heimtücke gehandelt. Die Tat ereignete sich in einem Wohnheim in Sindelfingen. In der Tatnacht saßen Täter und Opfer im Zimmer des 30-Jährigen und tranken Alkohol. Beide sahen sich gemeinsam einen Horrorfilm an, wie der Staatsanwalt berichtete. Dabei habe der Angeklagte ohne äußeren Anlass den Entschluss gefasst, den 47-Jährigen zu töten.

Opfer beim Sterben zugesehen

Der Mann stach laut Anklage auf das Opfer mit einem etwa 7,5 Zentimeter langen Klappmesser unkontrolliert ein. Als der 47-Jährige die Decke des 30-Jährigen mit Blut verschmiert habe, sei der Täter in Wut geraten und habe dem bereits schwer verletzten Opfer wahllos Tritte und weitere zahlreiche Messerstiche versetzt. Danach habe er ihm beim Sterben zugesehen, ihn mit Bier übergossen und aus Vergnügen immer wieder auf ihn eingestochen, bis er schließlich verblutetet sei. Das Opfer wies über 230 Messerstiche im gesamten Oberkörper-, Kopf- und Halsbereich auf. Für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Es sollen 17 Zeugen vernommen werden. Das Urteil soll am 30. September verkündet werden.

ap

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