Studie: Naturkosmetik oft gar nicht "natürlich"

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Hamburg - Naturkosmetik ist nach einer Untersuchung oft gar nicht so natürlich. Das hat die Verbraucherzentrale Hamburg nun bekanntgegeben.

Die Verbraucherzentrale nahm die tatsächlichen Inhaltstoffe von 20 Kosmetika unter die Lupe, die mit Begriffen wie “Naturemulsion“, “Naturfarben“, “Bio-Granatäpfel“ oder auch mit großflächigen Abbildungen von Aloevera-Blättern für sich werben. Oft seien die Inhaltsstoffe überhaupt nicht natürlicher oder biologischer Herkunft, bemängeln die Verbraucherschützer. Zum Teil verlören sich Minimengen natürlicher Stoffe in einem Meer von Chemie. Allerdings sei der Begriff “Bio“ bei Kosmetika nicht geschützt.

Cremehersteller dürften ihn auch dann im Markennamen verwenden, wenn es nicht um ein Biokosmetikum handele, kritisiert die Verbraucherzentrale. Die Anbieter hätten sich bislang nicht auf ein einheitliches Bio-Kennzeichen einigen können. Auch der Gesetzgeber sei untätig geblieben. Neben den Pseudo-Biokosmetika gibt es nach Angaben der Verbraucherzentrale zwar einen echten Naturkosmetikmarkt. Allerdings tummelten sich dort unterschiedlichste Naturlabels von BDIH über ECOCERT, COSMOS-Standard bis hin zum neuen NaTrue-Label. Die Verbraucherschützer fordern von den Herstellern echter Naturkosmetik, sich endlich auf ein einheitliches Logo zu einigen. Außerdem müsse der Gesetzgeber schnell in der Kosmetikverordnung klare Vorgaben für Biokosmetika verankern.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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