Posthume Ehrung

Bundesverdienstkreuz für Tuğçe? So helfen Sie mit!

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Offenbach - Eine Online-Petition fordert, dass die totgeschlagene Tuğçe für ihre Zivilcourage das Bundesverdienstkreuz bekommen soll. So können Sie sich daran beteiligen:

Auf der Online-Petitionsplattform change.org läuft derzeit eine Initiative für die totgeschlagene Lehramtsstudentin Tuğçe. Dort heißt es: "Auch wenn das Bundesverdienstkreuz normalerweise nicht postum verliehen wird, sollte hier eine (der existierenden) Ausnahme(n) gemacht werden." Die junge Frau habe gezeigt, "dass Rückgrat und Eintreten für andere nicht einfach ist" und sei "ein Vorbild für uns alle".

Hier geht's zur Online-Petition:

Wenn Sie die Petition unterstützen möchten, können Sie hier mitmachen. Am Freitagmorgen haben sich bereits über 12.000 Menschen angeschlossen.

Posthume Ehrungen für Dominik Brunner

In München gibt es seit 2010 am Tatort Bahnhof Solln einen Dominik-Brunner-Weg

Tatsächlich wurde auch der in München totgeprügelte Dominik Brunner am 4. Oktober 2009 von Bundespräsident Horst Köhler nach seinem Tod mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. In der Begründung hieß es, die Auszeichnung sei ein "Zeichen der Dankbarkeit aller mitfühlenden Menschen in Deutschland für die Menschlichkeit, die Hilfsbereitschaft und die Zivilcourage, die Dominik Brunner selbstlos zeigte, als er erkannte, dass andere Menschen in Not waren".

Diese Begründung würde auch für Tuğçe passen, die sich in einem McDonald's-Restaurant für zwei belästigte jugendliche Mädchen einsetzte und als Rache dafür später niedergeschlagen wurde.

In seiner Heimatgemeinde Ergoldsbach erinnert ein Denkmal an Dominik Brunner. Auch am S-Bahnhof Solln gibt es ein Mahnmal.

Zusätzlich zum Bundesverdienstkreuz rief die Bayerische Staatsregierung im Gedenken an Dominik Brunner noch zu einer Schweigeminute auf, Ministerpräsident Horst Seehofer verlieh ihm posthum den Bayerischen Verdienstordnen und auch in der Allianz Arena wurde Brunner vor der Begegnung des FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg mit einer Schweigeminute geehrt.

Trauriger 23. Geburtstag

An diesem Freitag wäre Tuğçe 23 Jahre alt geworden. An dem Tag werden voraussichtlich die lebenserhaltenen Maschinen abgeschaltet. Da die Studentin jedoch bereits für hirntot erklärt wurde, ist sie aus medizinischer Sicht bereits verstorben, was auch für mögliche Organspenden eine Voraussetzung ist. Als Todeszeit wird in diesem Fall der Tag registriert, an dem die Diagnose und Dokumentation abgeschlossen sind.

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Am Freitagabend wollen auch Freunde und Anteilnehmende aus der ganzen Netzgemeinde bei einer Mahnwache vor dem Krankenhaus von ihr Abschied nehmen und ihr Respekt zollen. Dann soll ihr Name mit einer Kette von Windlichtern vor dem Klinikum Offenbach aufleuchten.

Die junge Frau fiel am 15. November ins Koma, nachdem sie wahrscheinlich von dem 18-jährigen, polizeibekannten Intensivtäter Sanel M. einen Schlag erhielt und mit dem Kopf auf einen Stein knallte. Er sitzt in U-Haft.

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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