Papst empfängt Mixa in Privataudienz

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Rom - Papst Benedikt XVI. hat den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa am Donnerstag in Rom zu einer vor Wochen vereinbarten Privataudienz empfangen.

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Das teilte der Vatikan mit. Einzelheiten des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt. Der 69-jährige Mixa hatte erklärt, er wolle der Einladung des Papstes zu einem Treffen nachkommen, dabei seinen Rücktritt und dessen Umstände aber nicht mehr infrage stellen. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi nannte es eine “persönlich Privataudienz“, so dass nicht sicher sei, dass der Vatikan etwas offiziell erklären werde. Mixa selbst wollte sich vor der Audienz vor Journalisten nicht zu dem Trefffen äußern.

In der Privataudienz dürfte vor allem auch die Zukunft Mixas angesprochen worden sein. Denkbar wäre, dass er eine neue kirchliche Aufgabe erhält. Benedikt hatte den Rücktritt am 8. Mai angenommen und damit auch auf ein Dossier reagiert, in dem Walter Mixa angebliche Alkoholprobleme und angebliche homosexuelle Annäherungen angelastet wurden. Der Papst dürfte Mixa aufmerksam zugehört haben, zumal dieser seine Resignation unter Druck unterzeichnet haben will und dann drei Tage später zunächst widerrief. Benedikt und Mixa kennen sich seit langem gut.

“Der Heilige Vater hat mir in einem sehr liebevollen Brief geschrieben, dass ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe“, hatte der 69-Jährige am 23. Juni in einem Offenen Brief an die Gläubigen auf der Homepage des Augsburger Bistums mitgeteilt. Benedikt habe auch erläutert, Mixa könne “in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein“. Mixa selbst hatte in einem Interview gesagt, er wolle auf jeden Fall doch gern in irgendeiner Weise wieder in der Seelsorge tätig sein.

Die Mixa-Affäre hatte im Bistum Augsburg viel Unruhe ausgelöst. Inzwischen wird bereits über mögliche Nachfolger spekuliert. Doch erst wenn klar sei, wohin Mixa nach einem Auszug aus dem Augsburger Bischofspalais gehe, könne auch über Kandidaten für den Bischofsstuhl diskutiert werden, hieß es. Bis zu einer Neubesetzung können Monate vergehen, und der Vatikan könnte einen Nachfolger von außen benennen.

dpa

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